Zwei Parkhäuser für das Gewerbegebiet

Unterföhring - Die Gemeinde Unterföhring wird mindestens zwei öffentliche Parkhäuser im Gewerbegebiet bauen. Darin sollen jeweils 450 bis 500 Plätze entstehen.

Diesen Grundsatzbeschluss hat der Gemeinderat gefasst, um den Unternehmen ein erhoffte Signal zu geben. Im Gewerbegebiet sind rund 18 000 Angestellte beschäftigt, den vielen Pendlern unter ihnen macht das große Verkehrsaufkommen in und um Unterföhring und die tägliche Parkplatzsuche zu schaffen. „Es ist dringend nötig, dass wir das Parkdefizit ausräumen“, erklärte Bürgermeister Andreas Kemmelmeyer (PWU) vor dem Gemeinderat. Mit zwei provisorischen Parkplätzen südlich des Gewerbegebietes reagierte die Gemeinde vor der Sommerpause bereits auf die Notrufe aus den Unternehmen. Nun bat Kemmelmeyer den Gemeinderat um eine Grundsatzentscheidung für Parkhäuser: „Es wäre ein Zeichen an die Betriebe: Ja, wir haben euer Problem erkannt und machen etwas.“

Kontrovers diskutierten die Mitglieder, welche Standorte die Verwaltung für die Planung von öffentlichen Parkhäusern in Betracht ziehen soll. Im Norden des Gewerbegebietes und am Bürgerfestplatz besitzt die Gemeinde Grundstücke. CSU-Fraktionssprecher Manfred Axenbeck schloss den Bürgerfestplatz jedoch sofort aus: „Der wird für den Feststadl gebraucht.“ Stattdessen brachte er ein Grundstück beim ZDF, an der ZDF-Straße in der Mitte des Gewerbegebietes, in die Diskussion. Sein Argument: „Zentraler geht es nicht.“

Ganz klar gegen Parkhäuser sprach sich Klaus Läßing (PWU) aus: „Die Lobby der Autofahrer“ im Gremium sei „sehr aufgeschlossen für die mit Privat-Pkw anfahrenden Einpendler“, wunderte er sich. Das Gewerbegebiet sei aber sehr gut durch den öffentlichen Nahverkehr erschlossen. Parkhäuser würden weitere Pkw-Pendler anlocken, „und die Straßen werden immer voller“. Abgesehen von den zu erwartenden Baukosten hätte die Gemeinde schon für die Grundstücke Millionen ausgegeben. Er forderte: „Die Gewerbebetriebe sollen sich beteiligen.“ Kemmelmeyer versicherte, dass sich die Gemeinde auf allen Ebenen für den Zehn-Minuten-Takt der S-Bahn und für Langzüge einsetze, „wir müssen aber auch dem Individualverkehr gerecht werden“. Die Betriebe seien teilweise schon 30 Jahre angesiedelt und eben auch gewachsen.

icb

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