Barbara Stamm wird’s nicht: Der CSU-Kreisvorsitz entscheidet sich offenbar zwischen Kerstin Schreyer-Stäblein (l.) und Florian Hahn. Foto: michel

Zweikampf um die CSU-Spitze

Landkreis - Am 29. April entscheidet sich die Nachfolge des CSU-Kreisvorsitzenden Ernst Weidenbusch (51). Im Rennen sind der Bundestagsabgeordnete Florian Hahn (40) aus Putzbrunn und die Landtagsabgeordnete Kerstin Schreyer-Stäblein (43) aus Unterhaching.

Landkreis - Fünf Mal in Folge haben die Delegierten der Ortsverbände den Landtagsabgeordneten Ernst Weidenbusch an die Spitze der CSU München-Land gewählt. Nun hat der 51-jährige Jurist aus Haar aus privaten Gründen seinen Rückzug angekündigt (wir berichteten), und seit der Kreisvorstandssitzung am Montagabend steht offiziell fest: Es gibt zwei Interessenten, die sich um die CSU-Führung im Landkreis bemühen. Kerstin Schreyer-Stäblein (43), Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende mit Wahlkreisbüro in Unterhaching und Florian Hahn (40), wohnhaft in Putzbrunn, und seit 2009 Abgeordneter für den Wahlkreis München-Land im Deutschen Bundestag.

Beide kennen sich seit Jahren, beide sind über ihr Engagement in der Jungen Union und einen Gemeinderatssitz in ihren jeweiligen Heimatgemeinden in die politische Arbeit hineingewachsen. Beide sitzen im CSU-Kreisvorstand - und beide haben in den vergangenen Jahren innerparteilich Karriere gemacht.

Kerstin Schreyer-Stäblein sitzt Horst Seehofer als stellvertretende Fraktionsvorsitzende seit Oktober 2013 im Plenum des Maximilianeums direkt gegenüber. Florian Hahn ist seit 2014 Sprecher der CSU-Landesgruppe unter anderem für Auswärtiges und Verteidigung und leitet auf Landesebene den CSU-Fachausschuss Außenpolitik.

Ernst Weidenbusch selbst hatte im Gespräch mit dem Münchner Merkur einige Anforderungen an seinen Nachfolger benannt. „Am liebsten wäre mir jemand, der die Arbeit noch besser macht, kreative Ideen mitbringt und ... Zeit“, sagte er. Letzteres könnte ein Pluspunkt für die Bewerberin aus dem Landtag sein: Von München aus ist Schreyer-Stäblein schnell in jeder Landkreis-Kommune.

Allerdings, so wurde vereinbart, wolle man keinesfalls in einen offenen Wettbewerb gegeneinander treten. Am 9. Februar wird es eine weitere Kreisvorstandssitzung geben, bei der sich beide Interessenten nochmals erklären. Endgültig entschieden wird die Personalie dann von den Delegierten der 29 Ortsverbände. Sie werden in den kommenden Wochen bestimmt und treffen am 29. April zur Delegiertenversammlung aufeinander.

Weidenbusch wird dann zum ersten Mal nach zwölf Jahren selbst abstimmen und den Vorsitz, wie gewünscht, in „jüngere Hände“ legen. Mitglieder des Kreisvorstands bescheinigen ihm, „über die Jahre sehr viel gearbeitet zu haben“. Nun will der Haarer nach eigener Aussage „mehr Zeit für seine Frau haben“.

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