Im zweiten Spiel ging die Kraft aus

- SVD-DJK-Damen kassieren erste Niederlage

Taufkirchen (um) - Es war wohl doch ein bisschen des Guten zu viel: Von den zwei schweren Auswärtsspielen innerhalb von 24 Stunden konnten die Handballerinnen des SV-DJK Taufkirchen nur das erste beim TSV Stein mit 26:20 (17:10) gewinnen. Tags darauf fügte der TSV Ismaning den Taufkirchnerinnen durch ein 22:21 (11:9) die erste Niederlage dieser Bayernligasaison zu. "Mit Sicherheit hat es eine Rolle gespielt, dass wir zwei Spiele an zwei aufeinander folgenden Tagen hatten", erklärte SV-DJK-Trainer Peter Gräter. "Aber es ist immer blöd, so etwas als Entschuldigung zu nehmen." Und so gratulierte Gräter den Ismaningerinnnen lieber zu deren Leistung: "Sie haben super gespielt und verdient gewonnen."

Den ersten Teil des beschäftigungsreichen Wochenendes hatten die Taufkirchnerinnen sehr souverän erledigt. Stein konnte nur bis zum 3:3 mithalten. "Dann haben wir mit unserer üblichen Waffe Tempohandball den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 17:10 ausgebaut", so Gräter, dessen Spielerinnen nach der Pause mit der klaren Führung im Rücken eine etwas ruhigere Gangart anschlagen konnten, ohne den Erfolg im mindesten zu gefährden. Die Schonung während der zweiten 30 Minuten von Stein schien nicht nur angesichts der späten Heimkehr um zwei Uhr in der Früh geboten, sondern auch wegen der Qualität des Gegners: Ismaning bat als Tabellenzweiter zum Gipfeltreffen, das dann auch den Erwartungen gerecht wurde. "Es war ein Klassespiel und Werbung für den Frauenhandball, temporeich und technisch gut", schwärmte Gräter, der zu Beginn seine Mannschaft das Geschehen diktieren sah. 7:5 führte Taufkirchen Mitte der ersten Halbzeit, doch dann bemerkte der Trainer, "dass wir zum ersten Mal in dieser Saison das hohe Tempo nicht aufrecht erhalten konnten. Da bekam ich leichte Bedenken."

Gräters Befürchtungen bestätigten sich, nicht zuletzt, weil Ismanings Torhüterin Ute Becker in jener Phase mit hervorragenden Paraden entscheidend zur Wende beitrug. Zur Halbzeit führten die Gastgeberinnen mit 11:9, nach dem Wechsel gerieten sie kein einziges Mal in Rückstand. "Wir haben es nie geschafft, das Schippchen an Tempo draufzulegen, um wieder in Führung zu gehen", so Gräter. Zwar gelang seiner Mannschaft zwei Mal der Ausgleich, zum 15:15 und 17:17, doch als Ismaning zwei Zeitstrafen gegen den SV-DJK nutzte, um auf 20:17 davonzuziehen, war die Entscheidung gefallen. Gräter, dessen Team die Tabellenführung trotzdem behielt, nahm die Niederlage gelassen: "Hätte man mir vor der Saison gesagt, wir starten mit 16:2 Punkten, dann hätte ich das sofort unterschrieben."

SV-DJK gegen Stein: Bodemer - Jöller (4), Brauer (8/6), C. Albrecht (4), S. Albrecht (2), Mostarac (4), Kreuss (2), Gratzer (2), Großpützsch, Pfeiffer, Walter SV-DJK gegen Ismaning: Bodemer - Jöller (4), Brauer (8/5), C. Albrecht (3), S. Albrecht, Mostarac (2), Kreuss (1), Gratzer (1), Großpützsch (1), Pfeiffer (1), Walter

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