Übergabe der Fahrzeugschlüssel von Sauerlachs Bürgermeisterin Barbara Bogner an Norbert Hohenleitner, Kommandant der Feuerwehr Arget. Es gratulieren (v.l.) Kreisbrandrat Josef Vielhuber, Vize-Kommandant Johann Berthold, Prälat Walter Wakenhut und Willi Berthold, Vereinsvorsitzender der Argeter Feuerwehr. Koto: KKO

Zwischen Weihe und Einsatz

Arget - Land unter bei der Fahrzeugweihe der Freiwilligen Feuerwehr Arget: Es regnete wie aus Kübeln, Wasser sprudelte aus Gullys. Dessen ungeachtet waltete Prälat Walter Wakenhut feierlich seines Amtes, die Lage war hier unter Kontrolle.

Norbert Hohenleitner, Kommandant der Argeter Feuerwehr, hieß die Vertreter acht benachbarter Wehren willkommen. Trotz erhöhter Bereitschaft hatten es die meisten einrichten können, der Einladung zu folgen. Das änderte sich freilich im Laufe des Sonntags. Insgesamt 120 Mal rückten die Wehren des Landkreises München später aus.

Während die Argeter nur einen Keller auszupumpen hatten, spitzte sich weiter nördlich in Unterhaching die Lage zu. Dort führte der Hachinger Bach die drei- bis vierfache Wassermenge und trat im Bereich der Hauptstraße und der Bürgermeister-Prenn-Straße über die Ufer. 112 Einsatzkräfte der Feuerwehren und des ABC-Zugs des Landkreises München pumpten Keller leer und verlegten Sandsäcke (wir berichteten). Kreisbrandrat Josef Vielhuber oblag die Leitung des Gesamteinsatzes.

Zuvor jedoch überbrachte Vielhuber Grußworte der Kreisbrandinspektion und gratulierte den Argetern zum neuen Mannschaftstransporter. Mehr Kameraden könnten jetzt an die Einsatzorte gelangen und helfen, betonte er. Auch Fahrten in das Ausbildungszentrum in Haar seien nun flexibler zu organisieren.

Gleichzeitig dankte Vielhuber der Gemeinde Sauerlach für die Aufgeschlossenheit bezüglich der Belange ihrer Wehren. Der alte Transporter hätte mit seinen 22 Dienstjahren ein immerhin biblisches Alter erreicht. Diesen hatten die Argeter 2009 bereits als Methusalem von den Sauerlacher Kameraden übernommen. „Er ist dann aber sehr schnell sehr alt geworden, Ersatzteile gab es kaum noch“, berichtete Bürgermeisterin Barbara Bogner.

Ein neuer musste her, so wie im Rahmen des Fahrzeugkonzepts der drei Ortswehren vorgesehen. Deshalb habe der Gemeinderat der Anschaffung eines Mannschaftsbusses Ende 2012 zugestimmt und 25 000 Euro bereitgestellt (wir berichteten). Jetzt übergab die Rathauschefin feierlich den Schlüssel. Der „Neue“ ist ein Gebrauchter, ein VW T 5, Baujahr 2010, und stammt aus dem Leasingpool der Bundeswehr. Eine Fachfirma baute das gute Stück aus und lackierte es nach den Vorgaben der Argeter. Kosten: 30 725 Euro. „Den Rest des Kaufpreises übernahm der Feuerwehrverein aus Spendengeldern, die wir im Rahmen von zwei Aktionen für diesen Zweck sammeln konnten“, berichtet Hohenleitner.

Seit 2006 ist er Chef der derzeit 53 Aktiven. Leider bestünde die Jugendfeuerwehr momentan nur aus fünf Mitgliedern, berichtet der 37-Jährige. Die meisten der jungen Leute hätten die Prüfung bestanden und seien aufgestiegen. Heuer werde eine neue Jugendgruppe gegründet. „Da kommt der neue Transporter wie gerufen“, freut sich der Kommandant.

Kathrin Kohnke

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