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Dirk Ippen, der Verleger des Münchner Merkur, bei der Lektüre seiner Zeitung.

70 Jahre Münchner Merkur 

Grusswort des Verlegers: Die bayerischste aller Zeitungen

Grußwort von Verleger Dr. Dirk Ippen zum 70-Jährigen des Münchner Merkur.

Wie alle großen Zeitungen in unserem Land verdankt auch der Münchner Merkur sein erstes Erscheinen vor 70 Jahren der Besatzungsmacht. Die Amerikaner erteilten dem damaligen Chef des Bayerischen Rundfunks, Felix Buttersack, die Lizenz zur Herausgabe dieser Tageszeitung.

Der schwäbische Journalist Buttersack bildete bald ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Verlegerfamilie Huck vom Münchener Pressehaus an der Bayerstraße. So trat der Merkur doch auch in die Fußstapfen der alten Münchner Zeitung, die hier ihre Wurzeln hat.

Dass der Merkur dann zur führenden Tageszeitung Oberbayerns aufsteigen konnte, ist aber insbesondere der klugen Einkaufspolitik des Mitverlegers Ludwig Vogl zu verdanken gewesen. Der betrieb die Übernahme von mehr als einem Dutzend traditionsreicher oberbayerischer Heimatzeitungen. So ist der Merkur in der Verbindung von der Großstadt München mit den Heimatzeitungen von Schongau bis zum Tegernsee und von Freising bis nach Garmisch-Partenkirchen die meistgelesene Zeitung in Bayern geworden.

In politischen Fragen nimmt diese Zeitung sehr wohl Partei, aber sie ist beileibe kein Parteigänger. So konnte es nicht ausbleiben, dass das Verhältnis dieser urbayerischen Zeitung zur führenden bayerischen Partei, der CSU, bis heute eine Gratwanderung geblieben ist. Einerseits fühlt sich die Zeitung den politischen Werten dieser Partei von der christlichen, bürgerlichen Grundausrichtung bis zur bayerischen Lebensart verbunden. Nirgendwo wird auch über die Politik der CSU so umfassend berichtet wie in dieser Zeitung, die überall dort besonders viele Leser hat, wo auch die CSU zu Hause ist. Die Zeitung aber hat es immer vermieden, ein zweiter Bayernkurier zu werden. Sie möchte überhaupt nicht Parteien dienen, ganz gleich von welcher Seite. Sie ist unabhängig und ausschließlich ihren Lesern verpflichtet. Die erwarten von ihr zu Recht eine informative Zeitung, die die Leser in den Stand setzt, politische Vorgänge zu beurteilen und sich eine von allen Parteien unabhängige Meinung zu bilden.

Eine moderne Zeitung wie der Merkur möchte vor allem auch eine Brücke sein, die Leser miteinander verbindet. Sie ist auf lokaler Ebene und daher glaubwürdig so etwas wie das gedruckte Facebook. In ihr kommen vor allem auch die Leser selber zu Wort. Im Internet kann sie als sogenanntes ePaper auch digital abonniert und an jedem beliebigen Ort und zu jeder beliebigen Zeit auf dem iPhone oder iPad gelesen werden.

Unter Merkur.de bietet sie dazu allen Nutzern kostenlos jederzeit aktuellste Nachrichten, Informationen und auch Videopräsentationen, vor allem aus Oberbayern.

Nach 70 Jahren steht der Münchner Merkur mit seinen oberbayerischen Heimatzeitungen in voller Blüte – als gedruckte Tageszeitung wie auch als digitales Medium mit Millionen Besuchern im Internet. Möge diese bayerischste aller Zeitungen sich glücklich weiterentwickeln in vielen kommenden Jahren. Sie wird beliebt bleiben in Stadt und Land, bei allen – solange sie die Gewissheit vermitteln kann, dass es schön ist, in Bayern zu leben unter seinem Himmel weiß und blau.

Dirk Ippen  

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