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Sichere Wege, Altstadt-Radlring & Co.: So will die Stadt München den Alltag von Radfahrern verbessern

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Von: Sophia Oberhuber

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Sicherer Radlfahren durch Poller: Die Stadt testet eine Protected Bike Lane auf der Brienner Straße.
Sicherer Radlfahren durch Poller: Die Stadt testet eine Protected Bike Lane auf der Brienner Straße. © Oliver Bodmer

Heute ist Weltfahrradtag: Das hat die Stadt für das Münchner Radwegnetz innerhalb der kommenden Jahre geplant.

München soll Radl-freundlicher werden. Spätestens seit vor drei Jahren 160 000 Menschen die Bürgerbegehren zum Radentscheid und dem Altstadt-Radlring unterschrieben haben, ist das auf der Prioritätenliste des Rathauses weit nach oben gerutscht. Der heutige Weltfahrradtag soll den Fokus darauf richten, welche Vorteile das Radfahren haben kann. Für alle Münchnerinnen und Münchner, die bereits darauf setzen, soll sich der Alltag auf den Straßen in Zukunft spürbar verbessern. Das sind die Pläne für die kommenden Jahre.

Bürgerbegehren in München zum Altstadt-Radlring und dem Radentscheid soll bis Ende 2025 umgesetzt sein

Die Stadt will die Forderungen der Bürgerbegehren weitestgehend bis Ende 2025 umsetzen. Auf 38 Straßen, die auf die ganze Stadt verteilt sind, sollen neue, breitere oder besser markierte – also insgesamt sicherere – Radwege entstehen. Etwa in der Elisen-, Pilgersheimer oder Boschetsrieder Straße. In vier Maßnahmenbündeln hat der Stadtrat die einzelnen Vorhaben festgesetzt. Das fünfte Maßnahmenbündel soll laut einer Sprecherin des Mobilitätsreferates im Herbst dieses Jahres beschlossen werden.

Rund um die Altstadt soll außerdem ein 10,3 Kilometer langer Radlring entstehen. Die Stadt will das in fünf Abschnitten ebenfalls bis 2025 umsetzen. Bisher gibt es auf dem Thomas-Wimmer-Ring und der Blumenstraße zwischen Sendlinger Tor und Papa-Schmid-Straße sicherere Radwege. Die Pläne für den Radlring-Abschnitt zwischen Lenbachplatz und Platz der Opfer des Nationalsozialismus hat der Stadtrat im Herbst vergangenen Jahres auf den Weg gebracht.

Bürgerbündnis zum Radentscheid: „Wir sind mit der Umsetzung völlig unzufrieden.“

Für die Münchner hinter dem Bürgerbegehren zu wenig: „Wir sind mit der Umsetzung völlig unzufrieden. Im jetzigen Tempo haben wir bis 2025 vielleicht fünf Projekte umgesetzt“, klagt einer der Sprecher des Bündnisses, Andreas Schön. Nach Berechnung des Bürgerbündnisses wäre der Altstadt-Radlring, wenn die Stadt das jetzige Tempo beibehält, statt 2025 erst im Jahr 2060 fertiggestellt.

Mit Radschnellwegen soll das Münchner Umland mit der Stadt verbunden werden

Zukünftig sollen Radschnellwege auch das Münchner Umland unkompliziert mit der Stadt verbinden. Fünf Verbindungen – in Richtung Dachau, Markt Schwaben, Oberhaching, Starnberg und Fürstenfeldbruck – will die Stadt in den kommenden Jahren weiterverfolgen. Zunächst steht der Radweg nach Markt Schwaben, der innerhalb des Stadtgebiets neun Kilometer lang ist, im Fokus der Pläne. Erster Zeithorizont: 2024.

Stadt München startet Versuch mit Protected Bike Lanes

Wovon Radfahrer bereits jetzt oder zumindest in naher Zukunft profitieren können, sind sogenannte Protected Bike Lanes. Noch bis Mai 2023 läuft der Versuch der Stadt, der fünf Radweg-Abschnitte beispielsweise mit Pollern von den Autospuren trennt. Auf Teilen der Domagkstraße West, Brienner und Plinganser Straße gibt es die geschützten Radlstreifen bereits. Teile der Kapuziner- und Domagkstraße Ost sollen bis Mitte Juni folgen, wie das Baureferat auf Anfrage mitteilt.

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