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9-Euro-Ticket: Vorverkauf in München startet in Kürze – das müssen Sie jetzt wissen

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Von: Andreas Thieme

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Das 9-Euro-­Ticket wird’s für Münchner Pendler auch auf dem ­Handy geben
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Das 9-Euro-­Ticket wird’s für Münchner Pendler auch auf dem ­Handy geben. © MVG

Das 9-Euro-Ticket kommt im Juni. Für 9 Euro können Münchnerinnen und Münchner einen Monat lang im Juni, Juli und August in München Bus, Tram, S-Bahn oder Regionalbahn fahren.

München – Mit dem Sommer kommt der günstigere Nahverkehr: Ab 1. Juni wird bundesweit das 9-Euro-Ticket eingeführt. Dann können auch alle Münchner Bus und Regionalzüge für neun Euro nutzen – und zwar pro Monat. Kaufen kann man die Günstig-Karten schon ab 22. Mai – also in neun Tagen. Das Angebot wird bis Ende August gelten – es ist Teil des bundesweiten Entlastungspakets wegen der immens gestiegenen Energiepreise. Für nur 27 Euro kann man also den ganzen Sommer Regionalbahn fahren. Das funktioniert auch quer durch Deutschland, allerdings nur 2. Klasse.

9-Euro-Ticket in München: Vorverkauf startet ab dem 22. Mai in München

Papier-Tickets: Die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) beginnt mit dem Vorverkauf am Sonntag, 22. Mai. Dann kann man die 9-Euro-Tickets in Papierform an allen Fahrkartenautomaten mit Touch-Display kaufen – ab Montag, 23. Mai, dann auch in den MVG-Kundencentern. Die Gültigkeit beginnt aber erst am 1. Juni.

9-Euro-Ticket in München: Pendler mit Abo-Karte bei der MVG „brauchen sich um nichts kümmern“

Abo & Handy-App: Das 9-Euro-Ticket gibt’s nicht bloß auf Papier. Auch MVG-Kunden, die bereits ein Abo haben, sparen in den drei Günstig-Monaten. Diese Pendler brauchen sich „um nichts zu kümmern“, teilen die Verkehrsbetriebe mit. Sie profitieren automatisch von den Vorteilen, die Abo-Karte gilt dann bundesweit und wird gleichzeitig günstiger: Der Monatspreis liegt unabhängig vom Abo-Modell für Juni, Juli und August bei neun Euro und wird von der MVG verrechnet. Wer seine Zeitkarte für ein Jahr im Voraus bezahlt hat, erhält pro Monat eine entsprechende Gutschrift. Das 9-Euro-Ticket wird dann auch in der MVG-App „Fahrinfo München“ auf dem Smartphone angezeigt.

Ohnehin vergünstigte Tickets: Die Regeln gelten auch für die Ausbildungstarife von Schülern und Azubis. Zeitliche Beschränkungen der IsarCard 9Uhr und IsarCard65 entfallen im Aktionszeitraum.

Neukunden: Wer kein MVG-Abo hat, kann jetzt günstig wie nie einsteigen. Schließt man das Abo zum 1. Juni ab, profitiert man automatisch in vollem Umgang, kann also für neun Euro monatlich quer durchs Land fahren. Außerdem erhalten Abo-Kunden zwei Freimonate, teilt die MVG mit. Wer das Abo zum 1. Juni als HandyTicket oder Papierfahrschein nutzen möchte, kann noch bis 24. Mai online bestellen.

9-Euro-Ticket: Flatrate für München für beliebig viele Fahrten

Billig-Ticket in München und ganz Deutschland: Verbraucherschützer warnen

Der erwartete Boom: Verbraucherschützer sehen das 9-Euro-Ticket als „Booster für Busse und Bahn“, warnen gleichzeitig aber vor überfüllten Zügen.

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 Ärger in der Politik: Wer soll das alles bezahlen?

Als „Mogelpackung“ hat Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) das 9-Euro-Ticket bezeichnet – allerdings nicht im Hinblick auf einzelne Kunden, sondern auf die bayerischen Finanzen. Er fürchtet Einbußen für den Freistaat und fordert eine komplette Finanzierung durch den Bund. Über den Gesetzentwurf von SPD, Grünen und FDP wird nun im Bundestag beraten. Er regelt die Finanzierung des Angebots. Beschlossen werden soll er am 19. Mai und einen Tag später im Bundesrat. Konkret sollen die „Regionalisierungsmittel“ um 3,7 Milliarden Euro erhöht werden: Zu den 2,5 Milliarden für die 9-Euro-Tickets kommen 1,2 Milliarden Euro als Ausgleich für Einbußen wegen Corona. Regulär gibt der Bund hier bereits mehr als zehn Milliarden Euro aus.

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