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Nächtliche Lkw-Fahrten im Paul-Ehrlich-Weg in Allach sorgen für regelmäßigen Ärger bei den Anwohnern. (Symbolbild)

KVR stellt sich quer

Anwohner stinksauer: Ärger um nächtlichen Lkw-Lärm in Allach hält an

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Nächtliche Lkw-Fahrten im Paul-Ehrlich-Weg in Allach sorgen für regelmäßigen Ärger bei den Anwohnern. Das geforderte Nachtfahrverbot für Lieferfahrzeuge lehnt das KVR regelmäßig ab. Warum?

München - Nächtliche Lkw-Fahrten im Paul-Ehrlich-Weg in Allach sorgen seit geraumer Zeit für regelmäßigen Ärger bei den Anwohnern. Doch das von ihnen geforderte Nachtfahrverbot für die Lieferfahrzeuge lehnt das Kreisverwaltungsreferat (KVR) ebenso regelmäßig ab. Für den Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing ist das eine unbefriedigende Situation.

„Die Stadt sollte sich was einfallen lassen“, sagte Falk Lamkewitz (Grüne), als das Thema im BA erneut aufschlug. „Es scheint sich ja um eine gravierende Beeinträchtigung zu handeln, sonst würden sich die Bürger nicht immer wieder beschweren.“ Die Anwohner führen den Verkehr in erster Linie auf die dort ansässigen Kies-, Beton- und Asphaltmischwerke zurück.

Diese halten sich laut KVR aber an die Vorgaben. Zudem würden die Immissionsgrenzwerte im Umfeld von 500 Metern der Firmen laut Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) erheblich unterschritten. Weiter entfernt auftretender Lärm auf öffentlichen Straßen könne laut geltender Verwaltungsvorschrift bei der Betrachtung nicht den Firmen zugerechnet werden. Die vom Bezirksausschuss bereits einmal geforderten Lärmmessungen könnten deshalb auch nicht ausnahmsweise vorgenommen werden.

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„Ich bin mit meinem Latein am Ende“, sagte BA-Chefin Heike Kainz (CSU) dazu. „Messungen wären angebracht, aber wir als BA können sie nicht beauftragen, die Stadt will und muss nicht.“ Kainz will dennoch einen weiteren Vorstoß beim KVR unternehmen. Dass die genehmigten Nachtfahrten überschritten werden, wie es die Bürger behaupten, bestreiten die ansässigen Firmen. Das Kieswerk Xaver Riebel hat laut Geschäftsführer Markus Wahl nachts geschlossen. „Darum gibt es bei uns gar keinen Nachtbetrieb.“

In 20 Nächten pro Jahr dürfen diese Fahrten laut KVR stattfinden

Bei der Firma PS-Beton gibt es nur gelegentliche Nachtfahrten. „Die Anzahl der Nächte pro Jahr, in denen ausgeliefert wird, hat sich auf einem einstelligen Niveau eingependelt“, sagt Unternehmenssprecher Jürgen Prechtl. Nachtfahrten sind laut Prechtl zum Beispiel dann nötig, wenn Großbetonagen ausgeliefert werden, die in der regulären Arbeitszeit nicht zu bewerkstelligen seien. Auch bei Projekten der öffentlichen Hand, die ihre Arbeiten in verkehrsberuhigten Zeiten ausführen müssen, sei dies der Fall.

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Das bestätigt auch Michael Buchberger von den benachbarten Asphaltmischwerken: „Werden Straßenbautätigkeiten zur Nachtzeit ausgeschrieben, ist eine Belieferung im genehmigten Umfang möglich.“ In 20 Nächten pro Jahr dürfen diese Fahrten laut KVR stattfinden – in diesen Nächten allerdings in unbegrenzter Zahl.

Prechtl bittet die Anwohner um Verständnis, da ein Nachtfahrverbot einen erheblichen Wettbewerbsnachteil bedeuten würde. Für die Anliegen der Anwohner zeigt er Verständnis. „Wir versuchen unser Möglichstes, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.“ Sie würden sich aber nicht immer ganz vermeiden lassen. 

Andreas Daschner

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