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Wohin als Radfahrer? Auf der Eversbuschstraße kommen sich die Verkehrsteil nehmer allzu oft in die Quere.

Gefährliche Situation auf der Eversbuschstraße

Radler-Falle im Münchner Westen

München - Auf der engen Eversbuschstraße häufen sich die Unfälle – Eine Lösung für das Problem ist nicht in Sicht.

„Da sind Radfahrer regelrecht weggedrängt worden“, berichtete Nikolaus Brönner. Der Leiter der Polizeiinspektion 44 bestätigte dem Bezirksausschuss Allach-Untermenzing, was man dort seit langem mit Sorge beobachtet: Die Eversbuschstraße ist für Radler ein gefährliches Pflaster. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Insgesamt 15 Radfahrunfälle hätten sich in den vergangenen vier Jahren auf der zwischen A 99 und Von-Kahr-Straße parallel zur Würm verlaufenden Strecke ereignet, zählte Rönner auf. Fünf davon seien eindeutig auf die Enge der Straße zurückzuführen. Glücklicherweise sei keiner der Beteiligten schwer verletzt worden.

Was man da machen kann? „Grundsätzlich ist die Einrichtung eines Radfahrschutzstreifens eine Lösung“, sagte Brönner. „Leider gestaltet sich das im Fall der Eversbuschstraße aber problematisch, da die Fahrbahnbreite schlicht nicht ausreicht.“ Die Gefährdung würde nicht verringert, da auch ein abgetrennter Radfahrbereich weiterhin von Pkw, Lkw und Bussen befahren werde. Die Fahrbahn auszubauen sei wegen der Wohnhäuser am Straßenrand keine Option – es gibt keinen Platz für eine zusätzliche Spur.

„Jaaa, die Eversbuschstraße“, seufzte Heike Kainz (CSU). „Sie hat uns immer schon beschäftigt und sie wird uns weiter beschäftigen.“ Die Vorsitzende des Bezirksausschusses bezeichnet die rund drei Kilometer lange Nord-Süd-Verbindung durch den Ortsteil als „Ewigkeitsthema“, das seit Jahrzehnten regelmäßig der Diskussion bedarf. Der Schulweg hunderter Kinder und Jugendlicher war bereits im vergangenen Oktober aufgrund zahlreicher Elternanträge Schauplatz eines groß angelegten Ortstermins: „Wir sind die gesamte Straße abgelaufen und haben die Problemstellen abgeklappert, um uns einen Überblick zu verschaffen“, so Kainz. „Ein Segen sind die vielen Schulweghelfer, die tagtäglich aufpassen, dass nicht noch mehr passiert.“

Generell laute die Devise für Auto-, Bus-, und Lkw-Fahrer, rücksichtsvoll und defensiv zu fahren, betont Brönner. Aber auch die Radfahrer seien angehalten, sich im wahrsten Sinne des Wortes umzusehen: „Der überwiegende Teil der Unfälle ist entstanden, weil nicht vernünftig geschaut wurde.“

„Haben wir das nicht alle in der Fahrschule gelernt?“ Friedrich Schneller (SPD) schaute fragend in die Runde und erntete Gelächter. Doch Schneller meint es ernst. Wenn sich einfach jeder Mitbürger an die Grundregeln der Straßenverkehrsordnung halten würden, fuhr er fort, dann wäre die lange Suche nach einer Eversbusch-Gesamtlösung wohl ein für allemal beendet.

Leonie Gubela

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