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Vorzeigeprojekt: 2005 war die Kneippanlage eröffnet worden. Sie soll dem Seitenarm der Würm zu viel Wasser entziehen.

Auch seltene Arten betroffen

Fischsterben in der Würm: Das ist der Grund

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Immer mehr Fische, darunter auch Arten, die auf der Roten Liste stehen, verenden in der Würm. Schuld daran soll die Kneipp-Anlage sein, die 2005 an der Servetstraße eröffnet worden ist. Doch warum? 

München - Die Kneipp-Anlage an der Servetstraße scheint mit ein Grund zu sein für das Fischsterben in der Würm. Das zumindest behaupten die Stadtrats-Grünen in einem Antrag. Die Fraktion kritisiert, dass wegen der Anlage in Allach der Seitenarm der Würm immer wieder derart niedrige Wasserstände aufweist, dass der Fischbestand in dem Fluss bedroht ist. Die Verwaltung soll nun prüfen, wie sich dieser Umstand ändern lässt.

Die Kneipp-Anlage an der Servetstraße war am 20. September 2005 eröffnet worden. Sie ist ein Projekt der gemeinnützigen Fördergesellschaft Landespflege Bayern e.V. (FLB) und der Stadt Bad Wörishofen. Da die Würm beispielsweise durch die Nachrüstung der Kläranlage in Starnberg beinahe Badewasserqualität erreicht hatte, war im Rahmen der Bundesgartenschau München 2005 die Idee für die Anlage entstanden. Nun aber ist den Grünen-Stadträtinnen Sabine Krieger und Katrin Habenschaden aufgefallen, dass in dem Fluss immer wieder Jungfische verenden. „Nach Auskunft des örtlichen Fischereiaufsehers kam es im Oktober erneut zu einem Fischsterben von rund 20 Jungfischen. 30 Brutfische konnten durch Eingreifen des örtlichen Fischereiaufsehers gerettet werden“, schreiben sie in ihrem Antrag. Von den Todesfällen seien auch Arten betroffen gewesen, die auf der Roten Liste stehen. Diese Aufzählung, unter anderem erstellt vom Bayerischen Landesamt für Umwelt, gibt Aufschluss über bedrohte und bereits ausgestorbene Tierarten.

Von dem neuerlichen Fischsterben seien laut Grünen unter anderem der Schneider (stark gefährdet, Stufe 2) und Barben (gefährdet, Stufe 3) sowie die Bachforelle (Vorwarnliste) betroffen. Krieger und Habenschaden gehen davon aus, dass sich das „Trockenfallen des Seitenarms der Würm und damit der Verlust artenschutzrechtlich wertvoller Jungfische“ nur durch Baumaßnahmen verhindern lässt, die das Fischsterben auch bei niedrigeren Pegelständen zuverlässig verhindern. 

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