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Chaos: Der Kleider-Container nach der Plünderung.

Forderung: Container besser sichern

Kleiderspenden in Allach geplündert

München - Der Kleider-Container an der Siberstraße in Allach ist umgestoßen und der Inhalt in der Gegend verstreut worden. Das berichtete Anwohner Klaus Trapp im zuständigen Bezirksausschuss Allach-Untermenzing (BA 23). „Kein Einzelfall“, wie Trapp ergänzt.

Die Plünderer hätten sich „herausgenommen, was ihnen gefällt, und der Rest bleibt liegen.“ Die BA-Vorsitzende und CSU-Stadträtin Heike Kainz will nun die Container-Betreiber AWM und Remondis darum bitten, die Behälter so umzugestalten, dass sie schwerer zu plündern sind.

Die Ecke Siberstraße/Kleselstraße liegt mitten im Wohngebiet, ist aber von den Wohnhäusern aus kaum einsehbar. „Mindestens 14 Tage lang haben die Spenden auf der Straße gelegen“, sagte Trapp. Seit einem Jahr würden die Container immer wieder geplündert, in den vergangenen Wochen regelmäßig. Die Lokalpolitiker sprachen sich gegen die Forderung aus, die Container mit Kameras überwachen zu lassen. „Das hilft garantiert nicht“, sagte Grünen-Fraktionssprecher Falk Lamkewitz. Denn: „Die Kamera wird ebenso dem Vandalismus ausgesetzt sein“ und die Aufnahmen müssten zudem ausgewertet werden.

„Die Polizei muss Prioritäten setzen“

Auch Bernd Zischek von der zuständigen Polizeiinspektion 44 hält es wegen der geringen Schwere des Deliktes für überzogen, dort Kameras aufzustellen. Beamte könnten den Ort auch nicht ständig kontrollieren. „Die Polizei muss Prioritäten setzen“, sagte Zischek, „geben Sie uns das dreifache Personal, dann kann ich das veranlassen.“ Man dürfe das Problem nicht kleinreden, findet hingegen Anwohner Trapp. Der Müll werde bis ans Würm-Ufer verstreut. Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang nicht.

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