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Teststrecke: In Allach kommen die Panzer von Krauss-Maffei Wegmann auf den Prüfstand.

„Manchmal ist es hier wie im Krieg“

Fragwürdige Panzer-Pläne in Allach - jetzt fordern Grüne Klarheit

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Der Münchner Rüstungskonzerns Krauss-Maffei Wegmann will seine Panzer auf der Allacher Teststrecke länger rollen lassen. Nun sollen entscheidende Fragen beantwortet werden.

München - Allach in Aufruhr: Seit klar ist, dass der Münchner Rüstungskonzern Krauss-Maffei Wegmann (KMW) die Betriebszeiten seiner Panzer-Teststrecke in Allach ausweiten will, gärt es im Stadtteil. Allerdings ist noch immer nicht ganz klar, was der Konzern genau vorhat und wie dringlich die Ausweitung der Betriebszeiten ist. Die Grünen-Stadtratsfraktion will es jetzt ganz genau wissen und richtet einen Fragenkatalog an die Stadtverwaltung.

„Bei uns haben in verstärktem Maß Menschen aus Allach angerufen und wollten Näheres zu der Entwicklung auf dem Gelände erfahren“, erklärt Grünen-Fraktionschefin Kathrin Habenschaden. Das Verfahren ist bisher nicht gerade transparent, die Allacher wissen nicht genau, was auf sie zukommt. „Sie fühlen sich mit ihren Sorgen allein gelassen“, ärgert sich Habenschaden.

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Panzer sollen bis 20 Uhr rollen dürfen

Klar ist: Bisher dürfen die Panzer montags bis samstags von 7 bis 17 Uhr rollen. Künftig soll das bis 20 Uhr möglich sein. „Die Lärmbelastung in der Umgebung hat ohnehin schon stark zugenommen“, berichtet Habenschaden. Besonders betroffen ist die Waldkolonie, die gerade mal 260 Meter von dem Testgelände entfernt liegt. „Manchmal ist es hier wie im Krieg“, sagt die Allacherin Susanne Veit. Und selbst die besten Schallschutzfenster könnten gegen den Panzerlärm nichts ausrichten, denn die schweren Geräte lassen den Boden vibrieren und erzeugen einen Brummton, der die Tassen in den Vitrinen wackeln lässt.

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Habenschaden will jetzt wissen, welche Betriebszeiten genau beantragt wurden, wie die Einhaltung der Lärmbelastung kontrolliert wird und ob am Standort überhaupt noch Panzer gebaut werden. Sie bezweifelt, dass das dynamisch wachsende Allach noch für Panzertests geeignet ist. „Teststrecken für Panzer sollten möglichst in dünn besiedelten Gegenden liegen, um möglichst wenige Menschen zu stören“, meint Habenschaden. „Diese Voraussetzung ist bei der bestehenden Strecke nicht mehr gegeben.“

Marc Kniepkamp

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