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Nase zu: Die Bezirksausschuss-Vorsitzende Heike Kainz hat sich am Gleichweg in Allach einen Eindruck vom Hefe-Schleim-Gestank gemacht.

Unangenehmer Geruch rund um Gullydeckel

Paulaner-Brauerei schuld am Gestank? Hefe-Schleim im Kanal nervt die Allacher

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Den Anwohnern im Allacher Gleichweg stinkt’s im wahrsten Sinne des Wortes: An manchen Tagen steigt ein unangenehmer Geruch aus dem Kanal auf, der weithin zu riechen ist.

München - Das Thema kam im Bezirksausschuss (BA) Allach-Untermenzing auf, an den sich die Anwohner schriftlich gewandt hatten. In dem Schreiben heißt es: „Seit die Paulaner Brauerei ihren Betrieb 2016 aufgenommen hat, kommt es immer wieder zu sehr starken Geruchsbelästigungen aus dem Kanal.“ Der Geruch sei nicht ständig vorhanden. Aber an einzelnen Tagen - überwiegend gegen Abend - würde sich ein unangenehmer Gestank bis weit über den Bereich um die Gullydeckel ausdehnen. Als Ursache haben die Anwohner recht bald Ablagerungen von der Brauerei vermutet. Und in der Tat: In der Kanalisation wurde Hefe-Schleim festgestellt.

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Rund zwei Kilometer liegen zwischen dem Gleichweg und Paulaner, die aus der Au nach Langwied gezogen sind. In der Brauerei will man sich nicht vorstellen, dass der Gestank von ihr herrührt. „Seit Dezember 2016 ist unsere eigene Kläranlage auf dem Betriebsgelände voll in Betrieb“, sagte Paulaner-Sprecher Burkhard Rüdiger auf Anfrage unserer Zeitung. Damit könne man ausschließen, dass ungereinigte Abwässer mit entsprechenden Hefe-Resten in das Kanalisationssystem eingeleitet würden. Dies würden auch eigene Messungen der Brauerei direkt vor der Einspeisung in die Kanalisation bestätigen, sagt Rüdiger.

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Schleimablagerungen im Umfeld von Brauereien nicht ungewöhnlich

Gleichwohl scheinen solche Hefe-Reste im Kanal zu sein. Das jedenfalls haben die Anwohner des Gleichwegs auf Nachfrage bei der Münchner Stadtentwässerung erfahren. Das bestätigt auch deren Sprecher Mathias Wünsch. Er sagt jedoch auch, dass im Umfeld jeder Brauerei gewisse Schleimablagerungen erkennbar seien. Sporadische Geruchsbelästigungen aus dem Kanalnetz seien im Umfeld von Brauereien deshalb normal. Der Schleim setze sich aus Hefezellen und Essigsäure- sowie Milchsäurebakterien zusammen. „Diese haften an den Kanalwänden und haben keinen negativen Einfluss auf Mauerwerk oder Wasserzusammensetzung.“

Im BA ist man über den Geruch aber ebenso wenig begeistert wie die Anwohner. „Paulaner hat uns zugesagt, dass es zu keiner Geruchsbelästigung kommen wird“, sagte BA-Chefin Heike Kainz (CSU). Sie will sich mit der Brauerei in Verbindung setzen. Falk Lamkewitz (Grüne) regte zudem an, auch das städtische Umweltreferat mit einzubeziehen.

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Außerplanmäßige Kanalreinigung durch Münchner Stadtentwässerung

Die Münchner Stadtentwässerung sagte zu, dass etwas gegen den Geruch unternommen wird. So gab es bereits eine außerplanmäßige Kanalreinigung. „Daneben wurde als erste konkrete Hilfsmaßnahme bei fünf Kanalschächten, die über freies Feld führen und von der Windrichtung günstig gelegen sind, Gitterroste als Schachtabdeckung eingesetzt“, sagte Wünsch. Diese würden zu einer besseren Luftzirkulation beitragen. „Auch die Paulaner Brauerei hat diese Maßnahme für ihr Gelände angekündigt“, sagte Wünsch.

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Der Kanalbetrieb stehe in engem Kontakt mit der Brauerei und einigen Anliegern. Auch Paulaner-Sprecher Rüdiger bestätigt: „Wir gehen der Sache nach und sind mit den Anwohnern in Kontakt.“ Laut Stadtentwässerung sei für einen Zeitraum von zwei Monaten vereinbart worden, dass die Anlieger eine Art Stundenplan anfertigen sollen, wann der Gestank aus dem Kanal dringt. Wünsch: „Die Brauerei kann dann einen Bezug zu ihren Brauvorgängen ableiten und Gründe für die Belästigungen erkennen.“

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Andreas Daschner

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