Steffen Henssler hat genug - und schmeißt bei „Schlag den Henssler“ hin

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Neues Quartier am Rand der Stadt: Die Simulationen zeigen, wie es entlang der Georg-Reismüller-Straße bald aussehen soll. Oben die Suppenwürze,

Altes Diamalt-Werksgelände

Mega-Bauprojekt in München: Hier sollen 720 Wohnungen entstehen 

Mit 720 Wohnungen ist das alte Diamalt-Werksgelände in Allach eines der größten Wohnbauprojekte Münchens. Wegen des Denkmalschutzes war die Planung für das Mischgebiet rund um die ehemalige Suppenwürze verzwickt. Nun hat der Investor Isaria das Vorhaben im Bezirksausschuss vorgestellt.

Allach - „Das Dorf am Rande der Stadt wandelt sich hin zur Urbanität“, kommentierte Heike Kainz, Vorsitzende des Bezirksausschusses (BA) Allach-Untermenzing, die Entwicklung. Auf 8,2 Hektar bauen die Investoren von Isaria. Bis 1994 wurden auf dem Areal Backzutaten, Suppenwürze sowie Malz- und Soßenpräparate hergestellt. Danach lag es brach. Nun soll das Gelände belebt werden.

Projektmanager Florian Bartoschek und Isaria-Vorstand Gerhard Wirth erklärten die Pläne. Im Mittelpunkt steht das Mischgebiet im Südosten. Ursprünglich waren in der dortigen Suppenwürze Wohnungen und Loggien angedacht. Davon sei man wieder abgekommen, so Wirth. „Wir wollen die denkmalgeschützten Gebäude auch im Inneren so weit wie möglich erhalten.“ Die alte Bausubstanz erschwere den Schall- und Brandschutz. Deshalb entstehen in der Suppenwürze nun hauptsächlich Büros.

„Hier soll ein belebter Platz entstehen“

Zentrales Element wird die riesige Fläche zwischen Suppenwürze und dem ehemaligem Werkstättengebäude. Sie liegt unweit des alten Kesselhauses, das als Baudenkmal im zentral gelegenen Park erhalten wird. „Hier soll ein belebter Platz entstehen“, erläuterte Wirth. Deshalb führen die Wege zu den dahinterliegenden Gebäuden über den Platz. Außerdem ist im Werkstättengebäude ein Nachbarschaftstreff sowie eine Gastronomie vorgesehen.

Unten ist die Suppenwürze auf dem Areal zu sehen – am rechten Ende des zentralen Platzes. In der Mitte das alte Kesselhaus, das als Baudenkmal im Park erhalten wird.

Neben dem Kesselhaus ist die Suppenwürze das identitätsstiftende Element im Quartier. Deshalb legt BA-Vize Fritz Schneller (SPD) Wert darauf, dass der Schriftzug „Diamalt“ wieder am Gebäude angebracht wird, und zwar am besten auf allen vier Seiten. Allerdings wird es noch dauern, bis die marode Suppenwürze zu einem modernen Bürogebäude wird. Das Mischgebiet wird erst im zweiten Quartal 2019 angegangen. Als Erstes rollen die Bagger im Nordosten, wo ab diesem Sommer in zwei Jahren die ersten Wohngebäude in die Höhe wachsen.

„Die Verschattung wird groß“

Im zweiten Schritt soll ab 2019 das Areal entlang der Georg-Reismüller-Straße bebaut werden, mit Wohnungen und Kindertagesstätten. Die Gebäude entlang der Straße werden in hochwertiger Holzbauweise errichtet. Etwa gleichzeitig wird das südliche Areal mit Wohnungen bebaut. Ab dem vierten Quartal 2019 folgen die Wohngebäude im Norden. Läuft alles nach Plan, könnte das Quartier Ende 2021 fertig sein.

Der BA sieht das Vorhaben grundsätzlich positiv. Bedenken hatte Stefanie Martin (CSU) wegen des Bringverkehrs bei den Kitas. Sie wünscht sich mehr Parkplätze als vorgeschrieben. Außerdem sei die Idee des Investors kritisch, die Gebäude im Süden zugunsten von mehr Wohnungen höher zu bauen. „Die Verschattung wird zu groß.“ Wirth sagte, es gebe noch keine Entscheidung. „Wir loten das aus, aber am Ende werden wir sicher keine Wohnungen bauen, die nicht vermiet- oder verkaufbar sind.“

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Andreas Daschner

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