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In zweiter Reihe stehen die Busse manchmal am Isartor. Hier blockieren sie die Abbiegespur ins Tal. 

Bezirksausschuss sauer

Ärger um Touristenbusse am Isartor - KVR sieht keine Probleme

Rund um den Isartorplatz und im Tal stehen Busse teilweise in zweiter Reihe und warten auf die Touristen, die von ihren Einkaufstouren zurückkehren. Das sorgt für Ärger, doch das KVR erkennt wohl keine Probleme. 

München - Touristenbusse, die in zweiter Reihe parken, bleiben rund um das Isartor ein Dauerärgernis. Im Glauben, das Kreisverwaltungsreferat halte das Problem nicht einmal einer Antwort wert, echauffierten sich Mitglieder des Bezirksausschusses in der jüngsten Sitzung heftig.

Seitdem unter dem Thomas-Wimmer-Ring eine Tiefgarage gebaut wird, ist in der Wahrnehmung des BA ein über Jahre austariertes System aus den Fugen geraten. Touristenbusse, die hier zentrumsnah zum Ein- und Aussteigen hielten, haben ihre Parkbuchten verloren. Anstatt alternative Parkmöglichkeiten zu nutzen, bleiben viele Busfahrer einfach im Halteverbot auf der Fahrbahn stehen. Rund um den Isartorplatz und im Tal stehen Busse teilweise in zweiter Reihe und warten auf die Touristen, die von ihren Einkaufstouren zurückkehren.

So reagiert das KVR auf die Beschwerden

Nach Bürgerbeschwerden hatte sich der Bezirksausschuss Altstadt-Lehel (BA 1) bereits Ende Juli mit einem Brief an das Kreisverwaltungsreferat (KVR) gewandt und um Aufklärung der Situation gebeten. Weil in der Sitzung am Dienstag noch immer keine Antwort vorlag, platzte den Viertelpolitikern der Kragen. Jetzt solle Druck gemacht werden, damit das Referat seiner Arbeit nachkommt.

Auf dem Thomas-Wimmer-Ring ist das Verkehrschaos eingetreten, das viele befürchtet hatten. Touristen-Busse parken zum Teil in drei Reihen nebeneinander und blockieren den Verkehr.

Erst am Tag darauf stellte sich heraus: Die Antwort des KVR ist längst da, eingegangen noch fristgerecht am 15. September. Dann war das Schreiben wohl irgendwo liegen geblieben.

Doch die Antwort sei wenig erhellend, so Jürgen-Peter Pinck (SPD). „Der Brief geht an den gefühlten Problemen vorbei“, sagte er unserer Zeitung. Die Verwaltung habe mitgeteilt, die Stelle werde zweimal täglich kontrolliert. Dabei seien keine Probleme erkannt worden. Das, so Pinck, decke sich ganz und gar nicht mit den Beobachtungen der Bürger und etlicher BA-Mitglieder.

Keine Hilfe von der Polizei

Von der Polizei ist wenig Hilfe zu erwarten. Es gebe nicht genügend Kräfte, um permanent zu kontrollieren, erfuhren die Gremiumsmitglieder. Von der Idee, die Busfahrer könnten die Frauenstraße ansteuern, um die kaufkräftige Kundschaft der ansässigen Geschäfte wenigstens ein- und aussteigen zu lassen, ist wiederum die Polizei alles andere als angetan. Das löse die Probleme nicht, hieß es. Außerdem könnten die Busse dort nicht wenden und müssten den Altstadtring als Wendemöglichkeit nutzen. Stau wären programmiert.

Ob das Verkehrschaos nach Abschluss der Baumaßnahmen gelöst ist, bleibt aber vollkommen offen. In den Planungen der Stadt für die Zeit nach der Baustelle sind bisher keine Busparkplätze vorgesehen.

Bilder & Videos zum Mega-Umbau am Sendlinger Tor 

Von Tarek Barkouni

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Ludwigsvorstadt – mein Viertel“.

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