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Die Alte Akademie an der Neuhauser Straße.

Investor darf ran an die Arkaden"

Alte Akademie: Rückbau genehmigt, Investor darf ran an die Arkaden

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Der Investor Signa darf die Alte Akademie um- und deren Arkaden zurückbauen. Der Stadtrat hat dem Vorhaben am Mittwoch zugestimmt. Die Opposition hat für das Vorgehen von SPD und CSU kein Verständnis.

In der Straße Freyung 3 in Wien war die Erleichterung groß. „Wir sind froh und glücklich, dass die Entscheidung so getroffen wurde“, sagte ein Sprecher der dort ansässigen österreichischen Investorengruppe Signa am Mittwoch auf Anfrage. Kurz zuvor hatte in München der Planungsausschuss des Stadtrats zugestimmt, das Bebauungsplanverfahren einzuleiten. „Nun können wir in die Detailplanungen einsteigen und weitere Gespräche mit künftigen Nutzern führen.“

Wie berichtet, hatte die Signa von Investor René Benko den südlichen Teil der Alten Akademie mit dem Schmuckhof, dem Kopfbau, dem ehemaligen Hettlage-Haus und dem Wirtschaftshof 2013 vom Freistaat in Erbpacht auf 65 Jahre erworben. Die Umbaupläne stießen nicht nur auf Wohlwollen. Strittig blieb bis zuletzt vor allem der beabsichtigte Rückbau der Arkaden an der Kapellen- und der Neuhauser Straße. „Die Arkaden sind überflüssig geworden“, sagte Heide Rieke (SPD) in der Stadtratsdebatte. „Sie waren einst für Fußgänger gedacht, als Tram und Autos noch durch die Neuhauser Straße fuhren.“ Offen war auch, wie viele bodenhohe Schaufenster zum Richard-Strauss-Brunnen eingerichtet werden dürfen. Bislang gibt es zwei Torbögen, die den Durchgang zu den Arkaden bilden. Mehr sollen es zunächst einmal nicht werden. Ein Antrag der CSU, zwischen einem und drei weiteren Bögen zu erlauben, die dann Schaufenster würden, blieb ohne Mehrheit. Dafür stimmte das Gremium aber dem kompletten Rückbau der Arkaden an der Kapellenstraße zu. Die Arkaden an der Neuhauser Straße dürfen auf etwas über vier Meter reduziert werden. Derzeit misst die Passage zwischen 7,70 und 8,30 Metern.

„Ich verstehe nicht, warum wir den zugesicherten öffentlichen Raum aufgeben“, sagte Anna Hanusch (Grüne). Es hätte andere Möglichkeiten gegeben. Der Investor verspreche zwar, dass er dafür den Schmuckhof der Öffentlichkeit zugänglich mache. „Doch ob er das auch tut, bleibt ihm überlassen.“ Auf Anfrage sagt der Signa-Sprecher, dass der rund 1000 Quadratmeter große Hof tagsüber geöffnet sein werde. Im Inneren ist Handel und gastronomische Nutzung geplant. Ob das Gelände auch abends öffentlich zugänglich sein wird, werde noch geprüft. „Durch den Rückbau der Arkaden reduziert sich diese Fläche von 563 auf 200 Quadratmeter, dafür kommen aber im Schmuckhof 1000 dazu.“ Johann Sauerer (CSU) sprach von einer deutlichen Verbesserung: „Der historische Innenhof war über 400 Jahre den Bürgern versperrt.“

Brigitte Wolf (Linke) kritisierte den „schweren Schaden“ für die Altstadt. „Ich hoffe, dass die Erbin die Kraft aufbringt, das vor Gericht anzufechten.“ Noch ist juristisch zu klären, ob Signa umbauen darf, da die Erbin des Architekten Josef Wiedemann Urheberrechte geltend gemacht hatte. Vorbehaltlich einer Einigung ist im Südteil der Alten Akademie eine Mischung aus Einzelhandel, Büros, Gastronomie und Wohnungen geplant. Baubeginn wäre Anfang 2019, die Bauzeit betrüge drei Jahre.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt/Lehel – mein Viertel“.

Sascha Karowski

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