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25 Meter tief ist die Baugrube an der Blumenstraße. Hier entsteht einer von zwei neuen U-Bahn-Aufgängen.

MVG warnt vor Geräuschentwicklung

XXL-Krater am Sendlinger Tor: Das ist Münchens lautestes Loch

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Hinter dem Gebäude der Kreissparkasse am Sendlinger Tor klafft ein riesiges Loch im ­Erdboden. 25 Meter tief ist der Krater an der Blumenstraße. In dieser mächtigen Baugrube startet nun der große Durchbruch zum U-Bahnhof Sendlinger Tor.

München - An dem überlasteten ­Nadelöhr soll ein neuer Ausgang für Fahrgäste entstehen. Bis August schließen die Stadtwerke das künftige Erweiterungsbauwerk an den bestehenden Bahnhof an. Schritt für Schritt werden sich Abbruchroboter in die Wand hineinbohren, um eine direkte Verbindung zur Ebene der Linien U1 und U2 herzustellen.

Der Nutzen: Fahrgäste werden künftig die Bahnsteigebene der Linien U1 und U2 verlassen oder betreten können, ohne auf den heute überlas­teten Zugang in der Bahnsteigmitte angewiesen zu sein. Vorgesehen sind zwei Durchbrüche, einer zum Bahnsteig in Richtung Fraunhoferstraße und einer in Fahrtrichtung Hauptbahnhof. Das zweite Erweiterungsbauwerk entsteht an den nördlichen Enden der beiden U1/U2-Bahnsteige direkt am Sendlinger-Tor-Platz. Dort sollen die Durchbrüche nach demselben Prinzip von Herbst 2018 an erfolgen.

Gearbeitet wird rund um die Uhr

Die Bauarbeiten werden laut. „Die Geräusch­entwicklung wird für wartende Fahrgäste deutlich zu hören sein“, warnt MVG-Sprecher Matthias Korte. Man werde mit Aushängen darauf hinweisen. „damit die Menschen nicht glauben, es gibt ein Erdbeben“. Gearbeitet wird rund um die Uhr.

Die größte Herausforderung beim Bau der Erweiterungsbauwerke besteht darin, in rund 20 Metern Tiefe den Anschluss an die bestehenden ­U-Bahnröhren zu bewerkstelligen. Dies wird – wie bei der Erweiterung des U-Bahnhofs Marienplatz – bergmännisch im Schutze einer Vereisung des Baugrunds geschehen.

Projektleiter Christoph Schaller vor der Bohrwand, wo der Durchbruch erfolgt

Der U-Bahnhof Sendlinger Tor ist den Massen längst nicht mehr gewachsen. Täglich steigen hier 150 000 Fahrgäste ein oder aus, die Zahlen haben sich seit 1980 verdreifacht. Die Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten laufen bis 2021. Gesamtkosten: 150 Millionen Euro.

Lesen Sie auch: Verkehrschaos am Sendlinger Tor - trotz erzwungener Baupause

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