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Um 390 Euro geprellt: Christian M. zeigt einen der Scheine, mit dem ihn die Betrüger austricksten.

Er muss 390 Euro zurückzahlen

Betrüger zocken diesen Münchner mit fiesem Trick ab

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390 Euro haben Betrüger einem Münchner abgeluchst. Und zwar mit einem ganz fiesen Trick. Das Geld muss er jetzt an das Geschäft zurückzahlen, in dem er jobbt. Aber etwas macht ihm Hoffnung.

München - Christian M. kann immer noch nicht fassen, was ihm passiert ist. Mit einem Geldwechsel-Trick haben Betrüger den 31-Jährigen übers Ohr gehauen. „Mit so etwas rechnet man überhaupt nicht“, sagt er. „Ich hätte nie gedacht, dass mir so etwas passiert.“ 390 Euro luchsten die Gauner ihm ab. Die muss er jetzt an das Geschäft zurückzahlen, in dem er jobbt. „Ich hoffe, dass die Männer geschnappt werden.“

Auf diesem Bild aus der Überwachungskamera sieht man die beiden Ganoven. 

Wie so oft arbeitet der Münchner am Samstag in einem kleinen Feinkost-Geschäft in der Kaufingertor Passage. Am späten Nachmittag betritt ein Mann um die 50 den Laden, schlendert an den Regalen vorbei. „Er tat so, als wolle er etwas kaufen“, erzählt M. „Dann suchte er sich eines der billigsten Produkte aus.“ Der Fremde legt wenig später ein Bündel Zehn-Euro-Scheine auf den Tresen. „Die waren alle ein bisschen zerknüllt“, erinnert sich der Münchner. Ihm ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, dass das Geld dadurch nach mehr aussehen soll. „Der Mann behauptete, er habe das Geld in einer Spielothek gewonnen“, berichtet das Opfer. „Im ersten Moment fand ich es komisch, aber er hat seine Geschichte sehr überzeugend erzählt.“

Dann legt der Betrüger richtig los: Er sortiert das Geld in sechs Stapel zu jeweils zehn Scheinen. Er will damit nun zahlen und die Zehner in größere Scheine wechseln. „Er bat mich, nachzuzählen, ob es 600 Euro sind“, sagt der 31-Jährige. Dann habe er selbst darauf hingewiesen, dass es wohl nur 590 Euro sind. Beide zählen das Geld nun mehrmals nach. Nun betritt der zweite Gangster das Geschäft. „Ich wollte das Geld möglichst schnell weg vom Verkaufstisch haben“, erzählt Christian M. Der neue „Kunde“ stellt sich plötzlich ganz nah an den Tresen und lenkt Christian M. durch angebliches Interesse an bestimmten Produkten ab.

Dann geht alles blitzschnell: Der erste Täter zieht mehr als die Hälfte des Geldes vom Tresen – flink wie ein Zauberkünstler. Und lässt die Scheine verschwinden. Immer noch vom Komplizen abgelenkt, packt das Opfer die restlichen Zehner in die Kasse und gibt dem ersten Mann 600 Euro in großen Scheinen. 

Das Geld muss der Münchner an das Geschäft zurückzahlen, in dem er jobbt

Als die Männer weg sind, merkt Christian M., dass 390 Euro aus der Kasse fehlen. Er erstattet Anzeige. Und er ist sauer: Erst kurz vorher kaufte der 31-Jährige sich einen Fernseher. Den muss er jetzt zurückgeben, um das Geld zurückzahlen zu können.

Übrigens: Es war wohl nicht der erste Trickbetrug dieser Art in der Kaufingertor Passage. Auch andere Geschäftsinhaber berichten von ähnlichen Fällen. 

Lesen Sie auch diese Fälle:

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt/Lehel - mein Viertel“.

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