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Die Strassenzeitung BISS.

Er reiste weltweit auf Konferenzen

BISS-Verkäufer rastet völlig aus - und haut ab

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München - Frank S. war der Vorzeigeverkäufer von BISS. Doch seit einem Jahr ist er nicht mehr für die Obdachlosenzeitung tätig. Vielmehr fiel er durch einen gewaltsamen Übergriff auf.

Er war der Vorzeigeverkäufer von BISS, reiste weltweit auf Konferenzen, um das Konzept der Obdachlosenzeitung vorzustellen und war das Gesicht der Plakatkampagne: Doch seit dem vergangenen Jahr gehen die Obdachlosenzeitung und Verkäufer Frank S. getrennte Wege. Jetzt hat der 49-Jährige einen Ex-Kollegen vor der Bürgersaalkirche in der Altstadt angegriffen.

Es war einen Tag vor Weihnachten gegen 12.15 Uhr, als ein 62-Jähriger im Geschenketrubel die Zeitschrift BISS an seinem Platz in der Fußgängerzone anbot. Plötzlich sah er Frank S. auf sich zukommen, der unter BISS-Verkäufern den Ruf hat, unberechenbar zu sein. Der 62-Jährige wollte abhauen, doch schaffte es mit seinem Zeitungswagen nicht. Frank S. trat mit so großer Wucht gegen den Verkaufswagen, dass der durch die Luft flog und leicht verbogen wurde. Als der Verkäufer seinen Wagen wieder aufstellen wollte, trat ihm Frank S. gegen die Hüfte.

Der 62-Jährige floh in Panik, doch Frank S. holte ihn ein, schubste ihn und schlug ihm mit der Faust gegen die Nase. Ein älterer Herr kam schließlich dem Opfer zur Hilfe und versuchte Frank S. zu beruhigen. Doch der schimpfte und drohte weiter. Erst als er eine Polizeistreife sah, flüchtete Frank S. Jetzt sucht die Polizei den unbekannten Helfer und Frank S., der seitdem nicht mehr in der Stadt gesehen wurde. Hinweise an 089/29 100.

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