In München gab es am Samstag mehrere Corona-Demos (hier ein Symbolbild von einer ähnlichen Protestkundgebung aus einer anderen Stadt).
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In München gab es am Samstag mehrere Corona-Demos (hier ein Symbolbild von einer ähnlichen Protestkundgebung aus einer anderen Stadt).

Polizisten mussten eingreifen

Corona-Demos in Münchner Altstadt: Aggressive Stimmung - 31 Personen von der Polizei abgeführt

  • Marcel Görmann
    vonMarcel Görmann
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Eine teilweise aufgeladene Stimmung gab es auf den Corona-Demos am Samstag in München. Die Polizei musste eingreifen.

Update 4. Mai 2020: Die Polizei teilte im Anschluss an die Demonstration mit, dass ein Großteil der Demonstranten vor dem Nationaltheater dem rechten Milieu und der Impfgegner-Szene zuzuordnen war. Die Beamten hätten immer wieder daran erinnern müssen, die vorgeschriebenen Mindestabstände von 1,50 Meter einzuhalten, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Viele Teilnehmer hätten das jedoch ignoriert und sich renitent gezeigt. 

Am Ende einer Veranstaltung auf dem Marienplatz wollten rund 200 Personen den Ort nicht verlassen. Durchsagen der Polizei wurden missachtet. Letztlich mussten 31 Personen von den Polizisten abgeführt werden und wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt

Corona-Demos in Münchner Altstadt: Aggressive Stimmung - Polizei muss sich einschalten

München - In der Münchner Altstadt fanden am Samstag Demonstrationen gegen die Ausgangsbeschränkungen und weitere Corona-Maßnahmen der bayerischen Staatsregierung statt. Aufgerufen hatte unter anderem das Bündnis „Nicht ohne uns - Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand“. Auf den Kundgebungen wurden Eingriffe in die Grundrechte beklagt und unter anderem Sticker mit dem Schriftzug „Gesundheits-Diktatur“ verteilt. Die Teilnehmer hatten sich vor allem über Facebook-Gruppen organisiert. Auch in anderen bayerischen Städten wie Ingolstadt oder Augsburg gab es ähnliche Demos. 

München: Die Corona-Demonstranten skandieren „Grundgesetz“ - doch reagieren feindselig auf die Polizei

Auf dem Marienplatz, dem Max-Joseph-Platz, am Stachus sowie am Odeonsplatz waren jeweils zwischen 30 bis 50 Teilnehmer für die Demonstationen zugelassen. In diesem Twitter-Video ist zu hören, wie die Demonstranten „Grundgesetz“ skandieren. In einem anderen: „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Freiheit klaut!“

Zumindest auf einem Foto der Twitter-Seite „Endstation Rechts“, das vor der Staatsoper entstand, sind aber weitaus mehr als 50 Teilnehmer zu sehen. Zudem tragen die meisten auch keine Schutzmasken und halten wenig bis keinen Abstand zueinander. Die Seite spricht gar von einer „Corona-Party“. Die Versammlungsleiterin habe in einer Durchsage mehr Abstand eingefordert. Weiter schreibt die Twitter-Seite: „Auf Durchsagen @PolizeiMuenchen wurde teilweise feindselig reagiert.“ Es sei gepöbelt, gepfiffen und gebuht worden. 

Der Foto-Journalist Robert Andreasch beobachtete unter den Demonstranten auch mehrere AfD-Bundestagsabgeordnete aus Bayern, unter anderem Petr Bystron, Hansjörg Müller und Johannes Huber.

Corona-Demo in München: Aggressive Stimmungslage auch am Marienplatz

Ein ähnliches Demo-Bild ergab sich am späteren Nachmittag am Marienplatz, wie auch dieses Video unterstreicht. Die Durchsage der Polizei erntet ein lautes Pfeifkonzert. Die Polizei habe die Demonstranten über Lautsprecher mehrmals dazu aufgefordert, den Marienplatz zu verlassen. Die Teilnehmer seien dem nur langsam nachgekommen. 

Lesen Sie auch: „Was für eine Verarsche“: Fotos aus der S3 zeigen Corona-Wahnsinn in München*

Video: Corona in München - Schutzmasken an Obdachlose verteilt

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