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Münchner Hofbräukeller geht harten Schritt: Betrieb unter Corona-Auflagen "finanzielles Desaster"

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Von: Klaus-Maria Mehr, Veronika Mahnkopf

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Schließt den Innenbereich im Hofbräukeller in München: Wirt Ricky Steinberg.
Wirt Ricky Steinberg schließt den Innenbereich im Hofbräukeller in München. © dpa

Der Wirt des Hofbräukellers in München ging am Montag einen drastischen Schritt: Das Restaurant hat ab sofort wieder geschlossen.

Wegen Coronavirus-Krise: Hofbräukeller schließt Restaurant wieder

München - Der Betrieb des Restaurants unter den Coronavirus-Auflagen lohnt sich nicht: Hofbräukeller-Wirt Ricky Steinberg schließt deshalb ab Dienstag (2. Juni) den Innenbereich seines Wirtshauses

Der Biergarten ist weiterhin bei schönem Wetter täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Auch die Plätze auf der Terrasse und dem Holzland werden weiter bedient, die Speisen werden vom Biergarten serviert. Auf der Website www.hofbraeukeller.de erfahren die Gäste bei unsicherer Wetterlage, ob offen ist.

Video: Coronavirus - Bayerische Biergärten dürfen nach Eilentscheid länger öffnen

Drastischer Schritt in Münchens Gastro-Szene: Hofbräukeller schließt

Die Abendzeitung berichtet, dass Ricky Steinberg die traurigen Neuigkeiten am Montag in einer Video-Botschaft an sein Personal verkündet hatte. Darin begründet er den Schritt mit zu wenig Gästen. Die Leute würden wohl noch abwarten oder hätten einfach kein Geld. Vor diesem Hintergrund sei das Betreiben des Restaurants ein "finanzielles Desaster".

Schließt den Innenbereich im Hofbräukeller in München: Wirt Ricky Steinberg.
Schließt den Innenbereich im Hofbräukeller in München: Wirt Ricky Steinberg. © Achim Schmidt

Einen ähnlichen Schritt musste ein anderes Kult-Lokal in München auch schon gehen: das Park Café schließt - in der Hoffnung, mit besseren Auflagen wieder eröffnen zu können. Dem Wirt eines anderen Lokals im Glockenbachviertel platzt derweil der Kragen wegen der Corona-Auflagen. Er hat einen Brandbrief an die Politik geschrieben. Ein anderes Restaurant macht gar nicht erst auf nach dem Corona-Shutdown. Zum Gärtnerplatz zog es die Feierwütigen in München schon immer - zur Corona-Zeit jetzt aber umso mehr*. Die Anwohner sind wegen des Drecks und dem Gestank verärgert: „Das tut im Herzen weh.“

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