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Umstrittene Idee: Die Initiative von Finanzminister Söder (l.) und Kultusminister Spaenle stößt auf Widerstand. 

„Eine völlige Schnapsidee“

Englischer Garten: Neue Kritik an Söders Busspur-Plänen

München - Nach einigen Stadtratsfraktionen kritisiert auch die Aktion Münchner Fahrgäste die Pläne des Finanzministers. Auch für die Idee einer Trambahn wird erneut argumentiert. 

Die Pläne des Freistaats, die Busstraße durch den Englischen Garten zu verschmälern, stößt weiterhin auf Kritik. Nachdem sich am Montag die Stadtratsfraktionen von SPD und Grünen ablehnend und auch die MVG skeptisch geäußert hatten, geht die Aktion Münchner Fahrgäste scharf ins Gericht mit der Initiative der Staatsregierung: 

„Es ist eine völlige Schnapsidee, was Finanzminister Markus Söder als Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in München verkündet“, sagt Sprecher Andreas Nagel. „Wir wollen zwar auch keine Busse mehr im Englischen Garten, aber natürlich nur, wenn sie durch umweltschonende Trambahnen ersetzt werden.“ Die Koalition der Trambahngegner sollte sich Beispiele in München, wie zum Beispiel die Trambahn nach St. Emmeram oder Neubaustrecken in Berlin anschauen, meint Nagel. Was München und dem Englischen Garten wirklich schade, sei der ausufernde Individualverkehr.

Auch der Arbeitskreis Attraktiver Nahverkehr im Münchner Forum kann Söders ablehnende Haltung zu einer Trambahn nicht nachvollziehen. Die Tram schaffe neue, umsteigefreie Direktverbindungen zwischen Bogenhausen und Schwabing, erklärt Sprecher Berthold Maier. Wenn man sich das derzeitige Fahrgastaufkommen im Busverkehr anschaue, sei klar, dass hier die Kapazität dringend erhöht werden müsse. Mit der Garten-Tram auf einem Rasengleis könnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden: Eine Verbesserung für die Fahrgäste und eine Verschönerung. 

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