KVR hat Antrag genehmigt

Flüchtlinge am Sendlinger-Tor-Platz dürfen länger bleiben

München - Die Flüchtlinge, die am Sendlinger-Tor-Platz seit einige Tagen für ihr Bleiberecht demonstrieren, dürfen länger bleiben als ursprünglich genehmigt. 

Seit Mittwoch campieren dutzende Flüchtlinge auf dem Sendlinger-Tor-Platz in München. Alles legal, alles genehmigt - zunächst allerdings nur etwa eine Woche bis zum 14. September. Als verantwortlich zeichnet eine offensichtlich gut organisierte Medien-Gruppe names "Refugee Struggle For Freedom". 

Die Gruppe hatte bereits vergangene Woche einen Antrag gestellt, die Frist zu verlängern und er ist durchgegangen, wie jetzt bekannt wurde. 

Das KVR hat eine Verlängerung des Protests bis zum 24. September genehmigt. Die Auflagen sind nach wie vor die gleichen. Das heißt vor allem, die Protestler dürfen keine Zelte aufstellen, lediglich Pavillons, die von mindestens zwei Seiten einsehbar sein müssen. 

Die Demonstranten wehren sich gegen ALLE Abschiebungen

Einer der Demonstranten hat letzte Woche stellvertretend für alle klar gemacht, was sie bezwecken: "Wir kommen aus ganz Deutschland, nicht nur aus Bayern“, betont er. 2014 hätten die Politiker ihnen versprochen, dass die Bedingungen für Flüchtlinge besser werden. „Aber nichts hat sich verbessert“, sagt er. „Jeder Mensch soll die gleichen Rechte haben.“ Die Männer wehren sich zum Beispiel gegen alle Abschiebungen.

Das KVR bezeichnet die bisherige Zusammenarbeit mit den Demonstranten als "hervorragend". Die Gruppe sei sehr kooperativ und halte sich an alle Auflagen. Eine Zuspitzung wie 2013, als die Flüchtlinge am Rindermarkt in einen lebensgefährlichen Hungerstreik getreten sind, i st bisher noch nicht abzusehen

Flüchtlinge campieren aus Protest in München: Bilder

mm/tz

Rubriklistenbild: © Schlaf

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