Polizeieinsatz am Sendlinger-Tor-Platz

Gärtner setzt Camp unter Wasser - Flüchtling geht auf ihn los

München - Ein Gärtner hat am Sendlinger-Tor-Platz nicht nur Blumen bewässert, sondern auch das Lager der Flüchtlinge. Ein Asylbewerber war so erbost, dass die Polizei einschreiten musste. 

Der Gärtner war am Sendlinger-Tor-Platz mit einem Traktor samt Wasserkran unterwegs, um Blumentröge zu gießen. Dabei hat er offenbar Schlafsäcke von Flüchtlingen erwischt. Ob das absichtlich oder unabsichtlich geschehen ist, darauf will sich die Polizei nicht festlegen. Ein Bericht der SZ stellt die Sache n icht wirklich als Versehen dar. 

Die Polizeibeamten mussten schließlich einschreiten, weil die Situation zwischen einem Schlafsackbesitzer und dem Gärtner zu eskalieren drohte. Zunächst hat der Flüchtling es auf der einen Seite des Traktors versucht, die war aber verschlossen. Als er dann auf die andere Seite gelangte, ist er laut Polizei sofort auf den Mann losgegangen. 

Die Beamten waren vor Ort und schritten ein, um zu schlichten. Es ist das erste Mal, dass es zu einer heikleren Situation im Protest-Camp am Sendlinger-Tor-Platz in München gekommen ist. Bisher verläuft alles friedlich, die Gruppe halte sich vorbildhaft an die Auflagen, heißt es. 

Die Organisatoren werteten die Sache als "Wasser-Attacke". Allerdings überspitzen sie ganz gerne, die angemeldete und völlig legale Demo haben sie in einer Pressemitteilung zunächst als "Besetzung" des Sendlinger-Tor-Platzes bezeichnet. 

Am Montag wurde eine Verlängerung des Camps bis zum 24. September von der Stadt genehmigt. Die Teilnehmer demonstrieren für ihr Bleiberecht. 

mm/tz

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