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Das Hirmer-Parkhaus am Färbergraben wurde 1962 gebaut und soll in einigen Jahren abgerissen werden.

Pläne für neue Einkaufspassage stocken

Hirmer-Parkhaus: Stadt verschiebt Abriss

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München - Der Abriss des Hirmer-Parkhauses am Färbergraben ist vertagt. Eigentlich sollte das Gebäude Anfang 2017 verschwinden und einem Neubau weichen.

Autofahrer können auch über 2017 hinaus das Hirmer-Parkhaus am Färbergraben ansteuern. Die Stadt will den Ende 2016 auslaufenden Pachtvertrag mit der Münchner Hochgaragen GmbH, kurz Mühoga, überraschend verlängern. Nach Merkur-Informationen geht es um zwei Jahre.

Das Hirmer-Parkhaus, welches auf städtischem Grund steht und über 460 Stellplätze verfügt, sollte eigentlich Anfang 2017 abgerissen werden. Denn die Stadt hat große Pläne mit dem Sattlerplatz, und das Hirmer-Grundstück spielt darin eine zentrale Rolle (wir berichteten). Zwischen Hofstatt, dem ehemaligen Verlagshaus der SZ, und der Kaufinger-Tor-Passage plant die Stadtverwaltung ein neues, attraktives Zentrum. In Passagen und Höfen sollen Einzelhandel, Büros, Dienstleistungen und Wohnen integriert werden. Die Stadt verspricht sich eine „attraktivere Vernetzung zwischen Fußgängerzone und Hackenviertel/Sendlinger Straße“. Auch das gegenüber dem Hirmer-Parkhaus gelegene alte Postgebäude soll Bestandteil der neuen Passage werden. Es gehört der Inka-GmbH der Familie Inselkammer. Vorigen Dezember hatte der Stadtrat den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Sattlerstraße zwischen Fürstenfelder Straße und Färbergraben gefasst.

Ausdrücklich nicht gewollt ist eine weitere Passage, in der sich internationale Mode-Ketten aneinander eihen – so wie in der nahen Hofstatt. Stattdessen soll der „traditionelle Facheinzelhandel“ gefördert werden, denn dieser sei in den vergangenen Jahren „stark zurückgedrängt worden“, nicht zuletzt aufgrund der extremen Mietpreise. Diese und weitere Vorgaben waren im Bebauungsplan verankert worden.

Die Aufstellung des Plans geht jedoch nicht so schnell voran wie erhofft. Grund sind die zähen Verhandlungen mit den Investoren. „Die Vorstellungen der Stadt und der Investoren unterscheiden sich noch“, sagt Wolfgang Püschel (SPD), stellvertretender Vorsitzender des Bezirksausschusses Altstadt. Beim Planungsreferat der Stadt spricht man von „Abstimmungsgesprächen“, die derzeit laufen würden.

Im nächsten Jahr will das Referat einen ersten Entwurf des Bebauungsplans Sattlerstraße präsentieren. Wann mit dem Bau der neuen Einkaufspassage begonnen werden kann, ist derzeit völlig offen. Aus diesem Grund entschied die Stadt, den Abriss des Hirmer-Parkhauses zu verschieben – um zu verhindern, dass in bester Innenstadt-Lage jahrelang eine Baulücke klafft. Vor allem die Geschäftsleute begrüßen diesen Schritt. „Das Hirmer-Parkhaus ist das zentralste und größte in der Innenstadt“, sagt Wolfgang Fischer vom Einzelhandels-Verein City-Partner. Er ist erleichtert, dass nun zumindest für weitere zwei Jahre das Parken dort möglich sein wird.

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