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Eine erste Visualisierung soll Lust auf die neue Fußgängerzone und den neuen Sattlerplatz machen

Inselkammer und Hirmer befürworten Pläne

Neue Fußgängerzone: So könnte der Sattlerplatz in der Innenstadt bald aussehen

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Inselkammer und Hirmer unterstützen den Vorstoß zu einer Erweiterung der Fußgängerzone. Untersuchungen zeigen den Investoren zufolge, dass durch das Vorhaben täglich 3000 Autos weniger ins Hackenviertel fahren würden.

München - Der Sattlerplatz im Herzen der Münchner Altstadt soll ein neues Gesicht erhalten. Damit der Platz als solcher aber auch zum Verweilen einladen kann, hatten SPD, CSU und FDP in einem interfraktionellen Antrag die Erweiterung der Fußgängerzone gefordert.

Auf große Zustimmung trifft dieser Vorstoß bei der Immobiliengesellschaft Inka Holding, die zum Bier-Imperium Inselkammer gehört. „Wir stehen auch dahinter“, sagt Nicole Inselkammer, die am Dienstagabend gemeinsam mit Thilo Fichtner im BA Bedenken zum Projekt Erweiterung Fußgängerzone ausräumen wollte. „Die Verkehrsplanung hat bereits Vorarbeit geleistet“, sagt Fichtner. „Die geänderte Verkehrsführung durch die Fußgängerzone würde zu einer Reduzierung des Verkehrs im Hackenviertel um etwa 3000 Fahrzeuge führen.“ Dies hätten Untersuchungen ergeben, wonach es sich bei etwa der Hälfte der täglichen Verkehrsbewegungen auf Herzogspitalstraße und Färbergraben um Durchgangsverkehr handle. „Es ist nicht so, dass durch die Fußgängerzone irgendwo der Verkehr zusammenbrechen würde.“

So sieht das Areal heute aus.

“Intelligentes Parkraummanagement“

Der Antrag aus dem Rathaus sieht vor, dass die Fuzo in der Fürstenfelder Straße bis zum Rindermarkt verlängert werden soll. Bislang war im Bebauungsplan vorgesehen, die Straßenführung nicht zu ändern. Auch die drei Stadtratsfraktionen glauben aber, dass eine verträgliche Abwicklung des Verkehrs möglich ist, „sofern die drei neuen Blöcke eine gemeinsame Tiefgarage bekommen, die nicht zu groß dimensioniert wird“. Dazu gehöre „ein intelligentes Parkraummanagement im Verbund mit anderen Tiefgaragen“. Auch dazu gibt es bei Inka und Hirmer bereits Überlegungen. Wie berichtet, soll das Hirmer-Parkhaus 2019 abgerissen werden. Als Ersatz ist die Tiefgarage geplant, die zwar kleiner als die bisherige oberirdische ist, aber ausreichend sei, betonen Fichtner und Inselkammer. Um die bereits bestehenden Tiefgaragen an der Fürstenfelder Straße 3 und 7 auch mit Fußgängerzone noch nutzen zu können, könnte die Zufahrt künftig durch die neu geschaffene Tiefgarage unter dem Sattlerplatz erfolgen, für dessen Umgestaltung Hirmer und Inselkammer mitverantwortlich zeichnen.

Im kommenden Jahr wird es unter anderem dazu unter Federführung der Stadt noch einen Architektenwettbewerb geben. Eine erste Visualisierung, die die Investoren gestern präsentierten, soll Lust darauf machen und zeigen, wie der Platz einmal aussehen könnte. Für die Wirkung des Platzes sei die Erweiterung der Fußgängerzone aber mit entscheidend, glaubt Fichtner. „Man muss Lust haben, vom Kaufinger Tor aus zum Sattlerplatz und weiter zur Hofstatt zu gehen. Und durch die Fußgängerzone wird der Platz viel größer.“

Inselkammer und Fichtner ist es wichtig, mögliche Bedenken gegen die Fußgängerzone auszuräumen. „Der Verkehr wird auch weiterhin funktionieren. Sowohl für Besucher als auch für Anwohner.“
Lesen Sie auch: Immer weniger Parkplätze in der Altstadt - Debatte über Park-Pläne.

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