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Ab dem Marienplatz darf kein Taxi mehr fahren – auch nicht zu Arztpraxen. Deshalb musste Gudrun C. warten.

Weil kein Taxi dort mehr hinfahren darf

Kranke strandet in der Innenstadt, bis die Polizei ihr hilft

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Gudrun C. strandete nach einem Arztbesuch in der Fußgängerzone, weil dort kein Taxi hinfahren darf. Erst die Polizei erlöste sie - nach über über einer Stunde.

Stellen Sie sich vor, Sie brauchen Hilfe – und keiner kommt. Das ist Montag Gudrun C. in der Innenstadt passiert. Die Münchnerin hatte Lähmungserscheinungen, musste zum Arzt. Nur: In die Fußgängerzone dürfen keine Taxis einfahren.

„Ich dachte erst, ich hätte einen Bandscheibenvorfall“, so die 58-Jährige. Ihr Arzt sitzt in der Weinstraße – ein Taxifahrer erklärt sich bereit, die Kranke und ihren Mann dorthin zu fahren. „Aber er hat betont, dass er dafür Ärger bekommen kann.“ Der Super-Gau kommt nach der Arztbehandlung. Das Paar will wieder heim, aber kein Taxler lässt sich zur Fahrt überreden. „Jeder hat erklärt, dass kein Wagen in die Fußgängerzone darf.“ Einen Sanka rufen? Nein, Gudrun ist ja nicht in Lebensgefahr – sie kann nur nicht gehen.

Mit riesigen Schmerzen sitzt sie so über eine Stunde lang vor der Arztpraxis. Bis die Polizei vorbeikommt – und sofort reagiert. „Zwei Beamte liefen ins Tal und erteilten einem Taxler, die Erlaubnis mich abzuholen.“ Ende gut – alles gut. Aber: „Eine Sonderregelung für Arztbesuche wäre hier schon sinnvoll“, meint die Münchnerin.

AGE

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