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Aus Weiß wird Schwarz: Der Luftfilter der Klimaanlage vor dem Einbau und nach wenigen Wochen.

Schockierende Bilder

So sieht ein Luftfilter am Stachus nach sechs Wochen aus

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Feinstaubalarm in München: Allein am Stachus wurde der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm heuer schon 23 Mal überschritten. Ein Test zeigt, wie dreckig das ist.

München - Gefahr Feinstaub! Allein am Stachus wurde der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm heuer schon 23-mal überschritten. Wie dreckig das ist? Das zeigt nun ein unfreiwilliger Test des Haus- und Grundbesitzervereins. Der sitzt nämlich in Hausnummer 13 der Sonnenstraße und musste jetzt nach nur sechs Wochen wieder den Luftfilter der Klimaanlage auswechseln. Warum? Weil vor lauter Schmutz nichts mehr ging.

Rabenschwarz sind die Lamellen des Filters, wie unser Foto oben zeigt. „Ich war echt geschockt, als ich das sah“, erklärt der Vereinsvorsitzende Rudolf Stürzer. „Eigentlich wurde mir beim Einbau der neuen Klimaanlage gesagt, dass dieser Filter rund einmal im Jahr gewechselt werden muss.“ Dazu kommt: Die „Frischluft“ von draußen wird für das Gebäude (das rund 150 Meter vom Stachus entfernt ist) nicht mal direkt an der Sonnenstraße angesogen, sondern auf Anraten des Lüftungsbauers an der weniger befahrenen Herzog-Wilhelm-Straße.

„Luft hat hier ihre Tücken“

„Der Experte wusste schon, dass die Luft hier ihre Tücken hat“, so Stürzer. Aber, wie erwähnt, ging die Anlage dennoch schon nach sechs Wochen in den Störungsmodus. „Erst dachten wir, es wäre irgendwas an der Elektrik kaputt – bis wir den Luftfilter gesehen haben. Da bekommst du echt Angst, wenn du dir überlegst, dass du das draußen auf der Straße alles in die Lungen bekommst.“

Wie gefährlich das Problem mit dem Feinstaub ist, beweisen gleich mehrere Studien: Einer großen EU-Analyse zufolge verringert sich die Lebenserwartung in Europa durch Feinstaub um durchschnittlich etwa neun Monate. US-Wissenschaftler haben zudem in Tests gezeigt: Achtjährige Kinder, die in 100 Metern Entfernung von einer großen Straße leben, haben im Schnitt eine um sechs Prozent geringere Lungenfunktion als Kinder, die weiter von einer großen Straße entfernt wohnen.

Vereinsvorsitzende Rudolf Stürzer

Feinstaubbelastung in München

In München ist die Feinstaubbelastung schon seit Jahren ein großes Problem. Wir haben eine Übersicht erstellt, wo es in der Landeshauptstadt am schlimmsten ist. Als Hauptverursacher für die dicke Luft gelten laut Umweltbundesamt die Abgase von Dieselfahrzeugen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hatte unter anderem deswegen geurteilt, das Rathaus müsse bis Jahresende ein Konzept für Diesel-Fahrverbote vorlegen, wie es die Grünen forderten.

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