+
In warmen Kupfertönen ist das Restaurant gehalten.

Japanischer Starkoch eröffnet im Mandarin Oriental

Nobel, nobler, Nobu: Neues Luxus-Lokal in München

  • Bettina Stuhlweißenburg
    vonBettina Stuhlweißenburg
    schließen

München - Beverly Hills, Aspen, St. Moritz – und jetzt München: Der gefeierte Koch „Nobu“ eröffnet sein erstes Restaurant in Deutschland. Der Japaner ist vor allem für eines berühmt: seine Fisch-Tacos.

Er trägt Turnschuhe, Jeans und ein weißes Kochjacket. Ziemlich unscheinbar für einen Mann, auf den Feinschmecker und Schickeria seit langem warten. Nobuyuki Matsuhisa, besser bekannt als Nobu, ist ein weltberühmter Koch. Seine Restaurants wurden von der New York Times unter die besten zehn Gourmettempel weltweit gewählt. Zwar eröffnet der Japaner sein neues Lokal in München erst am 20. November, doch schon jetzt ist es ausgebucht. Seit Wochen registrieren die Mitarbeiter des Mandarin Oriental 30 bis 40 Vormerkungen täglich. Das Luxushotel in der Altstadt beherbergt das deutschlandweit erste Matsuhisa-Restaurant.

Nobu Matsuhisa (hier mit Mandarin- Oriental-Chef Wolfgang Greiner) will eventuell weitere Lokale in Deutschland eröffnen.

Der Rummel um den 66-Jährigen liegt aber nicht nur an dessen Kochkünsten. Irgendwie hat er es geschafft, zum Liebling der Hollywood-Schauspieler zu werden – und damit zur Ikone der Reichen und Schönen: Wer bei ihm speist, der stellt was dar. 1987 hatte er im kalifornischen Nobelort Beverly Hills sein erstes Restaurant eröffnet. Nach beruflichen Stationen in Argentinien, Japan und Alaska. Inzwischen betreibt er weltweit 40 Lokale. Darunter sieben luxuriöse Matsuhisa-Restaurants und 33 Nobu-Lokale, die günstiger und ein bisschen weniger schillernd sind als die Matsuhisa-Häuser. Die Nobu-Restaurants führt er gemeinsam mit Schauspiel-Legende Robert de Niro.

Die beiden haben ausschließlich Standorte gewählt, die mondän sind und kaufkräftige Menschen anziehen: Den Skiort Aspen im US-Bundesstaat Colorado zum Beispiel, New York, Mailand, Dubai, London und die Bahamas. Und jetzt die bayerische Landeshauptstadt. „München ist eine aufregende internationale Stadt voller Energie und pulsierendem Leben“, schwärmt Nobu. Und freilich auch voller Leute, die sich seine Gaumenfreuden leisten können.

Nicht billig: Die Preise im Nobel-Restaurant Nobu

Billig sind die nämlich nicht. Aber hervorragend. Nobu hat einen eigenen Stil entwickelt, der japanische und peruanische Elemente vereint und zugleich sehr kalifornisch ist: Viel Fisch, viel Meeresfrüchte, viel Vegetarisches. Berühmt sind seine Fisch-Tacos. Die Gäste können zwischen Lachs-, Thunfisch-, Hummer- und Königskrabben-Füllung wählen (vier Stück kosten je nach Füllung zwischen 16 und 24 Euro). Eine zentrale Rolle in Nobus Küche spielt die Yuzu, eine japanische Zitrusfrucht. Sie aromatisiert zum Beispiel den gegrillten Spargel mit Sojabohnenpaste (18 Euro) sowie den Pilzsalat (23 Euro). Es gibt aber auch einige wenige Fleischgerichte. Etwa Lamm, das in Teeblättern gegrillt wird (34 Euro) und edles Wagyu-Rind.

Die Bar – an der man auch essen kann – bleibt reservierungsfrei. Hier sollen Gäste spontan einen Platz finden können. „Vor oder nach der Oper zum Beispiel“, sagt Hotel-Chef Wolfgang Greiner.

Matsuhisa (besser bekannt als Nobu) befindet sich im Hotel Mandarin Oriental an der Neuturmstraße 1. Es ist täglich, 12 bis 14.30 Uhr und 19 bis 23 Uhr, geöffnet. Reservierungen sind ab 4. November telefonisch möglich: 089/2 90 98 18 75.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare