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Trambahnfahrer Enrico Bouchta (36) behielt kühlen Kopf.

Täuschend echte Spielzeugpistole

Tram-Fahrer wird mit Waffe bedroht - und reagiert perfekt

Ein 61-Jähriger Mann aus dem Landkreis Freising schockte am Sonntagabend einen Münchner Trambahnfahrer, als er eine Spielzeugpistole auf ihn richtete. 

München - Mit größter Courage meisterte der Trambahnfahrer Enrico Buchta (36) am Sonntag gegen 20.15 Uhr eine die bedrohliche Situation. Mit einer Tram der Linie 19 fuhr er am Sonntag um 20.15 Uhr vom Maximilianeum zur Haltestelle Maxmonument. Und dann sah er ihn: „Da stand ein Mann. Er zielte mit einer Waffe auf mich!“ 

Enrico Buchta arbeitete früher als Securitymann. Er hat gelernt, in gefährlichen Situationen kühlen Kopf zu bewahren: „Ich bin einfach weitergefahren. Dann sah ich, wie er die Waffe in seine Tasche steckte.“ Am Maxmonument dachte Buchta, die Gefahr sei vorbei. Er öffnete die Türen. „Und dann sah ich den Mann an der dritten Tür einsteigen. Ich habe nur noch an meine fünf ahnungslosen Fahrgäste gedacht.“ Er drückte den Panikknopf zur Leitstelle, gab seine Position durch und sagte leise: „Schickt mir sofort die Polizei! Ich habe einen bewaffneten Mann an Bord!“ Dann fuhr er weiter. An der Haltestelle Kammerspiele täuschte er eine technische Panne vor, öffnete die Türen: „Der Mann stieg aus. Ich war so froh.“ 

Sekunden später nahmen Zivilkräfte den psychisch kranken Frührentner (61) fest. Seine Waffe war eine täuschend echte Spielzeugpistole. Erst da realisierte Buchta, dass auch er Angst gehabt hatte. Nach zwei Zigaretten und einer Pause war er wieder der Alte. Um 22 Uhr fuhr die Linie 19 weiter. Im Führerstand: Enrico Buchta.

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Altstadt-Lehel – mein Viertel“.

dop

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