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Seit dem Frühjahr ist der Marienplatz tagsüber für Radfahrer tabu. 

Ungeliebte Regelung 

Marienplatz: Bisher 1909 Radler verwarnt

München - Trotz großer Proteste: Der Marienplatz ist seit dem Frühjahr für Radfahrer tabu. Seitdem wurden über 17.000 Radler angehalten, fast 2000 Radfahrer bekamen eine Verwarnung. 

Seit dem Beschluss müssen Radler vom Odeonsplatz kommend über die Alfons-Goppel-Straße und die Sparkassenstraße fahren, oder auf der Dienerstraße bereits hinter dem Rathaus absteigen. Den Umweg freilich nehmen viele ungern in Kauf, weswegen die Stadt bereits reichlich Verwarnungen ausgestellt hat, wie aus einer Antwort auf eine Anfrage der Bayernpartei im Rathaus hervorgeht.

Die Kommunale Verkehrsüberwachung habe seit Beginn der Sperrung im Februar bis zum April insgesamt 17.711 Radler angehalten, über die neue Verkehrssituation informiert und beraten. Verwarnungen seien in diesem Zeitraum keine ausgestellt worden. Ab Mai habe es dann 31 Schwerpunktkontrollen gegeben. Hierbei seien 1909 Radler angehalten und mit 15 Euro verwarnt worden. Weitere Schwerpunktmaßnahmen seien auch in Zukunft geplant.

Insgesamt, so Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle in seiner Antwort, habe sich die Verkehrssituation deutlich verbessert, auch wenn nach wie vor so mancher Radfahrer das Durchfahrtsverbot ignoriere. Da es aber zu keiner Häufung von gefährlichen Situationen komme, seien schärfere Maßnahmen, etwa das Aufstellen von sogenannten Umlaufsperren, nicht angezeigt.

Grüne und Umweltverbände hatten den Beschluss der großen Rathaus-Koalition im Frühjahr mehrfach kritisiert. Mit einer Radl-Demo wurde für den Erhalt der Route über den Marienplatz demonstriert

Schon 2013 hatten CSU und SPD im Rathaus verkündet, Radl am Marienplatz aussperren zu wollen. Wir haben damals die Münchner nach ihrer Meinung gefragt: 

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