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Einsatz am Marienplatz

Betrunkener springt ins Gleis und flieht vor der Polizei 

Ein 22-Jähriger ist am Montagabend am S-Bahnhaltepunkt Marienplatz in die Gleise gesprungen. Eine S-Bahn musste eine Schnellbremsung einleiten und kam gerade noch rechtzeitig zum Stehen. Bei der Polizei versuchte er, sich selbst zu verletzen.

München - Wie die Bundespolizei berichtet, sprang der Mann gegen 21.40 Uhr am Marienplatz am Bahnsteig 1 in das S-Bahn-Gleis. Der Treibfahrzeugführer einer sich nähernden S1, Richtung Ostbahnhof leitete eine Schnellbremsung ein; zudem betätigte auch ein Mitarbeiter der Bahnsteigaufsicht den Nothalt. Die S-Bahn kam rechtzeitig vor einer Kollision mit dem Mann zum Stehen. 

Zwei Männer beobachteten, wie der Mann, wie sich später herausstellte ein 22-jähriger, alkoholisierter Pole aus dem Gleis stieg und sich Richtung U-Bahn entfernte. Die beiden 23 und 40 Jahre alten Männer sowie zwei Streifen der Deutsche Bahn Sicherheit, die den aus dem Gleis Kletternden ebenfalls bemerkt hatten, folgten ihm. Er wurde gestellt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten.

Der mit rund 2,56 Promille Alkoholisierte leistete auf dem Weg zur Wache im Dienstfahrzeug Widerstand. Der Pole versuchte während der Fahrt mehrfach seinen Kopf gegen die Windschutzscheibe zu schlagen. Dies konnte nur unterbunden werden, indem sich drei Beamte hinten im VW-Bus des Alkoholisierten annahmen. Auch ihm Gewahrsam bei der Bundespolizei versuchte der Pole sich weiterhin selbst zu verletzen, u.a. versuchte er mehrfach mit seinen Kopf gegen die Zellenwand zu schlagen.

Wegen seines aggressiven, selbst- und fremdgefährdeten Verhaltens wurde er - mit Hilfe der Landespolizei - in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

Keiner der beteiligten Beamten verletzt und auch der 22-Jährige konnte vor schwerwiegenden Verletzungen bewahrt werden. Er wurde später wegen seiner starken Alkoholisierung noch ärztlich betreut. 

Durch die Schnellbremsung kam es im betrieblichen Ablauf des S-Bahnverkehrs auf der Stammstrecke zu Verzögerungen. Den Polen erwarten nun Strafanzeigen wegen Gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

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