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Tibor Adamec mit der BISS-Zeitschrift.

Stammplatz am Marienplatz

Glückwunsch zum 80.! Er ist Münchens ältester BISS-Verkäufer

Viele Münchner kennen ihn, mindestens vom Sehen: Fast täglich steht Tibor Adamec am Marienplatz, als Münchens ältester Biss-Verkäufer. Wir erzählen seine Geschichte.

München - Sein Alter sieht man Tibor Adamec wahrlich nicht an. Auch, weil der freundliche Mann immer Wert auf ein gepflegtes Äußeres legt. „Schick“, wie er selbst sagt, steht er fast täglich an seinem Stammplatz – dem Eingang zum Kaufhof am Marienplatz. Seit 20 Jahren verkauft er nun schon dort die Zeitung BISS. Am Dienstag feierte Tibor 80. Geburtstag. Respekt! Der Senior ist wohl Münchens ältester Zeitungsverkäufer.

Na, wenn das kein Grund zum Feiern ist. Zum Jubiläum kam eine „kleine, aber feine Runde“ zum Standplatz des Jubilars, die ihm ein Ständchen brachte. Ein besonderer Gratulant war der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, der auch Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist. Die beiden hatten sich vor Kurzem persönlich kennen- und schätzen gelernt.

Mit 56 Jahren „nicht mehr vermittelbar“

Eigentlich ist Tibor gelernter Radio- und Fernsehtechniker – aber mit 56 Jahren wurde er arbeitslos., „Nicht mehr vermittelbar“, bekam er damals immer wieder zu hören. „Das war 1993, als BISS gerade gegründet wurde. Ich hatte Glück“, erzählt Tibor im tz-Gespräch. BISS hat ihn vorm Absturz bewahrt. Seine Rente beträgt nur gut 100 Euro im Monat.

BISS ist ein Zeitungsprojekt, das Bürgern in sozialen Schwierigkeiten hilft, sich selbst zu helfen. Das Magazin ist die älteste und mit einer monatlich verkauften Auflage von durchschnittlich 40 000 Exemplaren eine der erfolgreichsten Straßenzeitungen Deutschlands. Seit Jahren schafft sie für Verkäufer, die auf dem Arbeitsmarkt keine Chance haben, sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze.

Dafür ist auch Tibor Adamec dankbar. Warum er mit 80 Jahren noch immer fast täglich an seinem Stammplatz steht? „Weil diese Zeitung meine Lebensaufgabe ist“, sagt der Münchner. Die vielen Menschen begegnen ihm jeden Tag mit Freundlichkeit: „Meine Kunden haben Respekt, dass ich lieber eine Zeitschrift auf der Straße verkaufe, als Arbeitslosengeld zu beantragen.“

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tz

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