+
Autochaos am Max-Joseph-Platz: Dieses Bild könnte bald der Vergangenheit angehören, Busse sollen verschwinden.

Verkehr soll rausfliegen

Max-Joseph-Platz: Busse sollen endlich verschwinden

  • schließen

Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) plant einen weiteren Schritt zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt. Die Busse auf dem Max-Joseph-Platz sollen verschwinden.

München - Am heutigen Dienstag befasst sich der Stadtrat mit dem Vorschlag der Stadtverwaltung. Die Sperre für Reisebusse oder Busse für Stadtrundfahrten soll baldmöglichst umgesetzt werden. Laut KVR könnte eine entsprechende Beschilderung bis Ende September erfolgen.

Der Max-Joseph-Platz liegt inmitten der historischen Altstadt, umgeben von Residenz, Nationaltheater und dem ehemaligen Palais Törring-Jettenbach, der früheren Residenzpost. Ein attraktiver Ort, wenn da nicht ständig dieser Verkehr wäre. Unter dem Platz befindet sich die Operntiefgarage mit über 400 Stellplätzen. Kreisende Limousinen und Taxis gehören zum alltäglichen Bild. Außerdem parken und wenden dort ständig Reisebusse.

Zumindest Letzteres will das KVR nun verbieten – auch weil verschiedene Bürger- und Stadtratsanträge vorliegen, den Max-Joseph-Platz aufzuwerten. Die Bussperre wird von der Einzelhandelsvertretung City Partner, der IHK, der Bayerischen Staatsoper, der Polizei und dem Bezirksausschuss Altstadt-Lehel befürwortet. Eine ablehnende Haltung nehmen der Münchner Gästeführerverein, der Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen sowie die Yellow Cab Vertriebs GmbH ein. Letztere veranstaltet Stadtrundfahrten. Mit der Sperrung gehe ein überaus attraktives Ziel für die mit Bussen fahrenden Touristen verloren, erklären die Vertreter der Stadtrundfahrten. Eine gleichwertige Alternative gebe es nicht. Auch das städtische Wirtschaftsreferat sieht das Verbot kritisch.

Umgesetzt werden soll es so: Die Anfahrtszone direkt am Platz wird gesperrt, Busse müssen von der Maximilianstraße rechts in die Alfons-Goppel-Straße abbiegen, wo sie auch halten können. Das Verbot wird ausgeschildert. Dass es auch eingehalten wird, darum soll sich die städtische Verkehrsüberwachung mit zunächst verstärkten Kontrollen kümmern. Sollte das nichts helfen, könnten am Platz Poller eingebaut werden.

Als Alternative schlägt das KVR eine geänderte Route für Stadtrundfahrten vor: vom Tal über die Sparkassen- und Pfisterstraße und Hofgraben. In der Sparkassen- und Alfons-Goppel-Straße befinden sich derzeit allerdings Baustellen. Sie werden erst wieder von Mitte August an beziehungsweise September befahrbar sein.

Das Verbot für Busse ist der erste Schritt zum Umgestaltung des Platzes vor der Oper. Das Planungsreferat feilt derzeit an einem Gesamtkonzept. Eine komplett autofreie Zone ist allerdings unwahrscheinlich. Denn dafür müsste die Operntiefgarage geschlossen werden. 

Lesen Sie auch zum Thema: Umgestaltung des Max-Joseph-Platz? Diese Ideen gibt es

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Trio mit dreijährigem Kind auf Klau-Tour
Eine Diebesbande hat ein Kleinkind als Tarnung für eine Klau-Tour genutzt. Die Räuber verstecken die gestohlenen Handys, Notebooks und Tablets in einem Kinderwagen.
Trio mit dreijährigem Kind auf Klau-Tour
Tanz unterm Regenbogen: Bunte Party beim Hans-Sachs-Fest
Kunterbunt ging es zu am Samstagmittag in der Hans-Sachs-Straße. Dort fand das „schwule Straßenfest“ 2017 statt. Mit dabei: Sängerinnen, Drag Queens und gut gelauntes …
Tanz unterm Regenbogen: Bunte Party beim Hans-Sachs-Fest
München und die Flüchtlingsmauer: Wenn ein Schutzwall Schutz braucht
Ein Steinwall in München soll ein Wohngebiet eigentlich vor Lärm aus einer Flüchtlingsunterkunft schützen. Stattdessen schafft es die Mauer in die Schlagzeilen, sorgt …
München und die Flüchtlingsmauer: Wenn ein Schutzwall Schutz braucht
Im Münchner Norden: CSU will Siedlungspläne stoppen
Die CSU will die städtebauliche Entwicklungsmaßnahme im Münchner Norden stoppen. Das Instrument sei in seiner Drastik ungeeignet. Gleichwohl müsse Bauentwicklung möglich …
Im Münchner Norden: CSU will Siedlungspläne stoppen

Kommentare