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Großeinsatz der Polizei am Stachus.

Auslöser der Tumulte noch unklar

Messerattacke am Stachus: Jetzt ermittelt die Mordkommission

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München - Nach der Massenschlägerei am Stachus, in deren Folge zwei junge Männer niedergestochen wurden,  hat die Mordkommission die Ermittlungen aufgenommen.

Es geht um versuchten Totschlag, eventuell sogar um versuchten Mord. Und der mutmaßliche Täter ist erst 17 Jahre alt: Ein gewaltiges Aufgebot von rund 80 Polizisten stoppte am Sonntag am Stachus eine lebensgefährliche Messerstecherei unter jungen Asylbewerbern. Am Ende lagen zwei Schwerverletzte auf dem Boden. Einer von ihnen hatte einen lebensgefährlichen Lungenstich erlitten.

Der Stachus ist seit Monaten allabendlich ein Treffpunkt für Asylbewerber. Das liegt auch am kostenlosen WLAN – für viele der einzige Weg, um kostenlos in ferne Länder kommunizieren zu können. So war es auch am Sonntag. Um 20.30 Uhr plötzlich heftiger Tumult. Vor dem McDonald’s-Restaurant entwickelte sich in Sekundenschnelle eine Schubserei und dann eine Massenschlägerei zwischen rund 30 jungen Leuten. Der Auslöser war auch am Montag noch unklar. Nach einer Vielzahl von Notrufen rasten 21 Streifenwagenbesatzungen sowie ein ganzer Einsatzzug von rund 30 Beamten und der Rettungsdienst samt Notärzten zum Stachus.

Innerhalb von Minuten kam Hilfe für die zwei Verletzten – beides Afghanen (17 und 19), die in verschiedenen Münchner Unterkünften leben. Beide hatten Stichverletzungen im Oberkörper.

Großeinsatz: Massenschlägerei am Stachus

In der Nacht entwickelte der 17-Jährige lebensbedrohliche Komplikationen nach dem Lungenstich. Inzwischen ist er stabil.

Inmitten der zahlreichen Zeugen, die alle zur Altstadt-Inspektion gebracht wurden, machte die Polizei einen tatverdächtigen Syrer (17) aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck aus. Er gestand, einen der Afghanen niedergestochen zu haben. Ob es noch einen zweiten Täter gibt, ist unklar. Die Mordkommission hat den Fall übernommen.

Dorita Plange

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