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Fußgängerzone lässt auf sich warten, Anwohner verärgert: „Gibt keine Kommunikation zwischen der Stadt und uns“

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Von: Nina Bautz

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Das Tal soll zur Fußgängerzone umgebaut werden. Doch das dauert.
Das Tal soll zur Fußgängerzone umgebaut werden. Doch das dauert. © tz

Rücken bald die Bagger an? Noch in diesem Jahr soll das Tal autofrei werden, so hieß es. Der Mobilitätsausschuss hatte einer beschleunigten Planung zugestimmt.

Der Zeitplan ist ambitioniert. Nicht nur Anwohner sowie ansässige Händler und Gastronomen fragen sich: Wann geht es denn jetzt los? Und wie ist der Zeitplan?

München: Bis zur Fußgängerzone im Tal scheint es noch ein weiter Weg zu sein

„Wir haben gehört, dass es irgendwann im Frühjahr starten soll“, sagt Margarethe Stadlbauer, Anwohnerin und Sprecherin der Bürgerinitiative Tal. Genaues wisse sie aber nicht. „Es gibt keine Kommunikation zwischen der Stadt und uns!“

Es scheint noch ein weiter Weg zu sein bis zur neuen Fußgängerzone. „Es wird viel passieren in diesem Jahr - zumindest, was Planung und Öffentlichkeitsbeteiligung angeht“, sagt Andrea Stadler-Bachmaier (Grüne), Vorsitzende des Bezirksausschusses Altstadt-Lehel. „Hoffentlich erfolgt auch die ein oder andere Maßnahme.“ Zuversicht klingt anders.

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München: Plan muss mit Bauarbeiten für die 2. Stammstrecke abgestimmt werden

Das Mobilitätsreferat kann jedenfalls noch keine genauen Daten nennen. Derzeit laufe die Bearbeitung des Stadtratsauftrags vom Juli. Dazu gehöre unter anderem die Klärung der Rahmenbedingungen und die Abstimmung mit der Deutschen Bahn - wegen des Baustellenverkehrs zum Marienhof für die 2. Stammstrecke, der bislang auch übers Tal erfolgt. „Konkrete Planungen und Umsetzungsoptionen sollen in den nächsten Wochen mit der Stadtspitze abgestimmt werden.“

Das Referat führt an, dass der erste Schritt bereits erfolgt sei: Im Dezember wurden für die Ausweitung der Gehwegfläche am Merkurbrunnen mehrere Bänke ohne Lehne installiert. Das langfristige Ziel: mehr konsumfreie Sitzmöbel im öffentlichen Raum und damit mehr Aufenthaltsqualität. Zudem wurden 40 der 50 Fahrradstellplätze auf dem Gehweg abgebaut und in die angrenzende Parkbucht verlegt.

Im Beschluss von Juli ist tatsächlich auch nur die Rede davon, dass der Bau heuer „möglichst“ erfolgen soll: „Das Mobilitätsreferat wird beauftragt, Vorschläge und einen Umsetzungsbeschluss zur Schaffung einer Fußgängerzone spätestens im 2. Quartal 2023 einzubringen, mit dem Ziel, sie nach einer kurzen Pilotphase möglichst bereits 2023 umzusetzen.“

Florian Roth (Grüne)
Florian Roth (Grüne). © Marcus Schlaf

Und auch Stadtrat Florian Roth (Grüne) erklärt: „Die Reduzierung der Parkplätze sowie des Durchgangsverkehrs wollen wir auf jeden Fall noch dieses Jahr durchsetzen. Auch ein paar bauliche Verschönerungen werden noch 2023 kommen. Dass das Tal aber baulich zu einer klassischen Fußgängerzone umgebaut wird, wird sicherlich noch länger dauern.“

Es wird sich also zeigen, ob der angekündigte Turbo wirklich gezündet wird. nba

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