+
Am Christkindlmarkt, aber auch beim Eiszauber werden nachts die Standl bewacht.

Wegen der allgemeinen Sicherheitslage

Christkindlmarkt, Eiszauber und Tollwood: Bewachter Budenzauber

  • schließen

München - Die Weihnachtsmarkt-Zeit geht wieder los. Doch wegen der angespannten Sicherheitslage werden die Märkte das zweite Jahr in Folge gut bewacht.

Bald weihnachtet es wieder sehr – aber bewacht! Am Freitag startet der Münchner Christkindlmarkt rund um den Marienplatz. Angesichts der angespannten Sicherheitslage hat die Stadt das zweite Jahr in Folge einen privaten Sicherheitsdienst engagiert.

Dabei handelt es sich laut tz-Informationen wieder um das Sicherheitsunternehmen Securitas. Schärfere Kontrollen – etwa in Form von Einlass- oder Taschenkontrollen oder einem Rucksackverbot wie auf der Wiesn – wird es aber nach Informationen unserer Zeitung nicht geben.

„Wir haben keine besondere Gefährdungslage, deswegen gibt es keinen Anlass für drastische Maßnahmen“, sagt Bürgermeister Josef Schmid (47, CSU) zur tz. Anders als das Oktoberfest ist der Christkindlmarkt auch nicht umzäunt, was Kon­trollen schwierig macht. Nach den guten Erfahrungen mit der Wiesn blicke er positiv auf den Markt, so Schmid. „Wir machen akribisch unsere Arbeit, bei uns ist es sicher – wir freuen uns auf alle Besucher.“

Überwachung vor allem in der Nacht

Securitas-Sprecher Bernd Weiler bestätigt, dass das Sicherheitsunternehmen derzeit schon in der Aufbauphase die Buden bewacht – vor allem in der Nacht. Wie viele Sicherheitsleute genau während des Marktes im Einsatz seien, könne er nicht sagen. Die höchste Personalstärke sei für die besucherstarken Samstage geplant. Natürlich seien die Securitys wegen der allgemeinen Sicherheitslage sensibilisiert.

Eine konkrete Gefährdung liege derzeit aber nicht vor, erklärt auch Gottfried Schlicht von der Münchner Polizei. Die Beamten werden mit uniformierten und zivilen Kräften am Christkindlmarkt vor Ort sein, berichtet er. „Bei den zivilen Kollegen sind auch Taschendiebfahnder unterwegs.“ Einen weiteren Abschreckungseffekt auf die Diebe sollen außerdem wieder Überwachungskameras haben. Die Polizei werde auch in die ein oder andere große Tasche schauen, wenn ihr etwas verdächtig vorkomme, so Schlicht.

Schon diesen Freitag gestartet ist der Eiszauber am Stachus. Betreiber und Wiesn-Wirt Sigi Able hat – wie auch in der Vergangenheit – einen eigenen Sicherheitsdienst. Die Personalstärke habe er heuer nicht erhöht, plane auch keine eigenen Taschen-Kontrollen, so Able. „Wir gehen vor wie immer – außer, dass wir einige Neuerungen wie etwa ein Wintergrillen anbieten.“

Die entspannte Stimmung unter den Standl-Betreibern in der Innenstadt kann auch Josef Rohrer (51) bestätigen. Er ist seit mehr als 20 Jahren mit Heißgetränken auf dem Christkindlmarkt. „Wir hatten gerade erst eine Beschicker-Versammlung und freuen uns auf einen schönen Markt.“

Schon zwei Tage früher als der Christkindlmarkt startet das Winter-Tollwood an der Theresienwiese. Hier wurde die Anzahl an Securitys heuer „signifikant“ aufgestockt, sagt Sprecherin Christiane Stenzel. Erstmals patrouillieren an allen vier Haupteingängen private Sicherheitsleute – und kon­trollieren stichprobenartig Taschen von Besuchern.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

S-Bahn-Störung: Übler Scherz mit teuren Folgen
Am Sonntagabend mussten Beamte der Bundespolizei wegen einer Signalstörung auf den Gleisen zwischen Ost- und Südbahnhof ausrücken. 
S-Bahn-Störung: Übler Scherz mit teuren Folgen
Narrisch gut bewacht: Über 400 Polizisten im Einsatz
Nach verstärkten Aufgeboten beim Christkindlmarkt und in der Silvesternacht hat die Münchner Polizei ihr Sicherheitskonzept auch für die Faschingstage überarbeitet.
Narrisch gut bewacht: Über 400 Polizisten im Einsatz
Herzinfarkt! Wie ein Nachbar Karl Pummer (65) das Leben rettete
Seit etwa anderthalb Jahren leben Karl Pummer und Michael Höbel Tür an Tür. Dass der eine mal der Lebensretter des anderen werden würde, hätten beide nie gedacht.
Herzinfarkt! Wie ein Nachbar Karl Pummer (65) das Leben rettete
Stadt entschärft die Horrorbrücke
Bei der Polizei hat sie längst einen Namen weg: die Seufzerbrücke an der Dachauer Straße in Moosach. Mehr oder weniger regelmäßig fahren Doppeldecker oder große Laster …
Stadt entschärft die Horrorbrücke

Kommentare