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Begleitet Hunderttausende Münchner fast täglich: Georg Breitwieser. 

Anonyme Berühmtheit

Seine Stimme kennt fast jeder Münchner - die meisten sind genervt, wenn sie ihn hören

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Es ist wie bei den Radiomoderatoren: Ihre Stimmen hört man täglich, man hat ein Bild vor Augen - wenn man sie dann sieht, ist man oft völlig überrascht.

München - „Der Regionalexpress in Richtung Augsburg fährt heute zirka 15 Minuten später. Grund dafür: Eine technische Störung am Zug.“ Wenn Georg Breitwieser seine Durchsagen macht, verdrehen viele Reisende genervt die Augen. Das liegt nicht am Klang, sondern am Inhalt seiner Sätze. Nicht selten sind es Verspätungen, die der Bahn-Mitarbeiter verkünden muss. 

Im Stellwerk am Münchner Hauptbahnhof hat Breitwieser den Überblick über die Abfahrts- und Ankuftszeiten der Züge und verkündet diese über seine Mikrofonanlage. In der ZDF-Doku „Deutschland XXL: München - Bahnhof der Superlative“ wird der Sprecher kurz vorgestellt. 

Ein Bahnhofssprecher ohne bayerischen Dialekt

Auch Georg Breitwieser hat einen Auftritt vor der Kamera. Am Hauptbahnhof trägt er den naheliegenden Spitznamen „Die Stimme“. Von seinem Schreibtisch aus bedient er die Lautsprecheranlagen an den Gleisen und könnte auf seinem Bildschirm sogar beobachten, wie die Reisenden auf die Durchsagen reagieren. 

Das Geheimnis für eine gelungene Durchsage? „Es kommt auf die richtige Geschwindigkeit an“, verrät er. Man müsse deutlich sprechen und „möglichst akzentfrei“. Tatsächlich hat der Sprecher dabei keinen bayrischen Einschlag. Humor ist erlaubt, wenn auch nur dezent. Wenn ein Zug nach langer Verspätung endlich einfahre, verkünde er den Wartenden schon mal: „Jetzt ist es soweit!“ Bei guter Laune kann es auch schon mal passieren, dass Breitwieser zum Abschluss seiner Durchsage summt. Vielleicht kann das so manchen genervten Pendler milde stimmen? 

Ein Bahnhof der Superlative

In der ZDF-Dokumentation dreht sich alles um den Mikrokosmos Hauptbahnhof. Die Reportage gewährt einen Einblick hinter die Kulissen, begleitet Service-Mitarbeiter der Deutschen Bahn, Bundespolizisten auf Streife und eine Sozialarbeiterin der Bahnhofsmission. 

Rund 450.000 Reisende sind täglich am Hauptbahnhof unterwegs. Knapp 2000 Züge und S-Bahnen kommen jeden Tag dort an und fahren wieder ab. Nach New York hat München das größte innerstädtische Gleisvorfeld der Welt. Wahrlich ein Bahnhof der Superlative, der in dieser ZDF-Doku porträtiert wird. Noch bis zum 20. Juni kann man sich die Reportage hier in der ZDF-Mediathek anschauen

Münchens Politik streitet derweil mal wieder um die geplante zweite Stammstrecke! Der Grund ist eine Planungspanne. Nun könnten die Kosten aus dem Ruder zu laufen. 

mag

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