Der fast zwei Meter hohe Bauzaun an der Brücke über der Eisbachwelle versperrt Passanten die Sicht auf eine von Münchens Top-Attraktionen.
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Der fast zwei Meter hohe Bauzaun an der Brücke über der Eisbachwelle versperrt Passanten die Sicht auf eine von Münchens Top-Attraktionen.

Eisbachwelle 

Surfen hinterm Bauzaun -Sanierungsarbeiten versperren Sicht auf Münchner Hot-Spot - Passanten völlig verärgert

  • vonKathrin Braun
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Aufgrund von Sanierungsarbeiten der Brücke am Eisbach, versperrt ein Bauzaun die Sicht auf Münchens City-Surfer. Sehr zum Ärger vieler Touristen und auch Münchner.

Ja, der Sommer ist nicht mehr weit, und in München ist er besonders wunderbar – einzigartig allein schon wegen der Eisbachwelle: eine Weltattraktion, die das Surfen vom Meer in die Großstadt bringt. In diesem Sommer aber sind für Passanten auf der Brücke keine Surfer in Sicht... Fast zwei Meter hoch ist der Bauzaun, der seit Montag den Blick von der Brücke an der Prinzregentenstraße auf die Surfer blockiert.

Eisbachbrücke muss saniert werden

Genau an dieser Stelle tummeln sich sonst alle Schaulustigen, Touristen sowie Münchner, um einen perfekten Blick von oben herab auf das Spektakel zu haben. Nur für das nächste halbe Jahr wird das nicht mehr möglich sein. Grund: Die Brücke wird saniert. Und weil sich Fußgänger und Radler deshalb einen Weg teilen müssen, könnte es auf der Brücke zu eng werden – und somit auch gefährlich, meint die Stadt. „Die Plane am Bauzaun über dem Eisbach dient vor allem der Sicherheit“, erklärt Dagmar Rümenapf vom Baureferat. 

Bauzaun auf Eisbachbrücke dient der Sicherheit 

Die 1890 erbaute Brücke müsse wegen der hohen Verkehrsbelastung erneuert werden. Weil dafür Fahrspuren für die Autos verschwenkt werden, gibt es nur noch einen 2,50 Meter breiten Geh- und Radweg. „Es wäre für alle Beteiligten gefährlich, wenn auf dem Weg Passanten stehen bleiben, die zudem abgelenkt vom Verkehrsgeschehen sind.“ Eine Enttäuschung für viele, die extra anreisen, um sich das Surfer-Spektakel anzuschauen. „Das stört uns schon sehr“, sagt zum Beispiel Jola Goltz (68). Sie ist gestern extra aus Gröbenzell zur Eisbachwelle gefahren, um ihren beiden Enkelinnen Lilly (9) und Ella (7) die Surfer zu zeigen. Zwar konnten sie noch vom Ufer aus zuschauen – der Blick von der Brücke gehöre aber einfach dazu, sagt Goltz. „Wenn das den ganzen Sommer so bleibt, macht das die Attraktion kaputt.“ 

Blick auf die Surfer trotzdem noch möglich

Surfer Tim Maier (21) stört sich dagegen nicht am Bauzaun. „Ich glaube, den meisten Surfern geht es nicht darum, gesehen zu werden“, sagt der Student. „Und immerhin kann man ja noch von der Seite aus zuschauen.“

Kathrin Braun

Lesen Sie auch: Totenkopf-Schilder stören hier niemanden - der tägliche Wahnsinn am Eisbach

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