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Eine Treppe soll für ausgelagerte Landtagsmitarbeiter den Weg von der Praterinsel zum Maximilianeum verkürzen.

Abkürzung für Behörden-Mitarbeiter

Öffentlichkeit bleibt noch ausgesperrt: Eine Treppe für die Maximiliansbrücke

Von der Maximiliansbrücke hinunter zur Praterinsel soll es ab Sommer 2019 eine Treppe geben. Der Zugang ist erst einmal nur für die Mitarbeiter des Landtagsamtes gedacht. Irgendwann könnte die Treppe aber für alle zugänglich sein.

Im Sommer 2018 übernahm das Landtagsamt das etwa 400 Meter vom Landtag im Maximilianeum entfernte Gebäude auf der Praterinsel 2. Dieses wurde bisher überwiegend vom Kultusministerium genutzt. Mitarbeiter, die nun zwischen Maximilianeum und der Praterinsel hin und her laufen, müssen derzeit den Fußweg über die Maximiliansbrücke und die Praterwehrbrücke nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen – das kostet Zeit.

Fußweg für Mitarbeiter soll kürzer werden

Aus diesem Grund beschloss das Landtagsamt Ende 2018, eine Treppe von der Maximiliansbrücke auf die Praterinsel zu bauen. Das soll den Mitarbeitern eine fußläufige Anbindung in maximal zehn Minuten ermöglichen.

Die Treppe wird an die Südseite der Maximiliansbrücke beziehungsweise am östlichen Ufer der Praterinsel gebaut. Dort befindet sich derzeit noch eine Wartungstreppe des Baureferats der Stadt München, die abgerissen wird, um „so wenig wie möglich in den Landschaftsraum“ einzugreifen, wie es in dem Konzept für die Treppe heißt. Das Grundstück liegt im Landschafts- und Wasserschutzgebiet.

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Laut Pressestelle des Bayerischen Landtags kann mit dem Bau der Treppenanlage voraussichtlich im April dieses Jahres begonnen werden. Im Idealfall sind die Baumaßnahmen im Sommer 2019 bereits abgeschlossen, heißt es weiter. Die Baukosten belaufen sich auf 130 000 Euro.

Vorerst wird die Treppe oben an der Brücke mit einem pulverbeschichteten Stahlblechtor geschlossen sein. Nur Mitarbeiter des Landtagsamts werden die Toranlage mit ihrem Dienstausweis passieren können. Zutritt haben zudem die Mitarbeiter des städtischen Baureferats.

Ob die Treppenanlage in naher Zukunft auch für die Öffentlichkeit nutzbar ist, hängt von der zeitlichen Planung der Stadt München ab, den Uferweg auf der Praterinsel für die öffentliche Nutzung freizugeben. „Mittelfristig“ sei das geplant, heißt es im Treppenkonzept. Um eine zeitnahe Öffnung des Ufers und der Treppenanlage hat der Bezirksausschuss ausdrücklich gebeten. Die Treppenpläne des Landratsamts wurden in jedem Fall so angepasst, dass das Bauwerk für eine spätere öffentliche Nutzung geeignet ist.

Auch eine Untersuchung zu einer Tunnelverbindung für Radler und Fußgänger zur benachbarten Schwindinsel wird derzeit von der Stadt in Auftrag gegeben. Die Abstimmungsprozesse und Entscheidungsvorlagen hierzu würden aber noch „einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen“, heißt es aus der Verwaltung. Wird der Tunnel realisiert, könnte einer der Sommerlieblingsplätze der Münchner einfacher und schneller erreicht werden.

ANN-KATHRIN ULBRICHT

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