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Sprayer haben an dem Gebäude ihr Kürzel hinterlassen.

Täter bislang unbekannt

Sprayer beschmieren künstlerisch gestaltetes Gebäude an der Isar

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Ungläubigkeit im Wasserwirtschaftsamt München: Sprayer haben das erst Mitte 2017 aufwendig und für viel Geld künstlerisch gestaltete Pegelhaus an der Isar beschädigt.

München - Anfang Mai 2017 war der Künstler Philipp Frank beauftragt worden, das Pegelhaus unweit des Friedensengels künstlerisch zu gestalten, nun haben Sprayer sein Werk verschandelt. Die „Tags“ (so heißen die Kürzel in der Sprayer-Szene) „KNR“ und „F.O.“ zieren seit Kurzem die Wand des Gebäudes.

Regelmäßig wird das Pegelhaus von Gewässerkunde-Spezialisten zu Abflussmessungen und Probenahmen genutzt. Die Idee eines Kunstprojekts wurde geboren, nach dem Schmierereien das Gebäude bereits in der Vergangenheit verschmutzt hatten. Die Hoffnung, dass unter Künstlern womöglich eine Art Ehrenkodex gelte, hat sich für das Wasserwirtschaftsamt nun zerschlagen.

Für seine Motive hatte sich Künstler Frank an der umliegenden Natur orientiert. Bäume, Blätter, Wurzeln und der Fluss höchstselbst waren Teil der Bemalung. Bei vielen Spaziergängern hatte die Umgestaltung großen Anklang gefunden. Die bisher unbekannten Sprayer scheinen anderer Meinung gewesen zu sein.

So hatte das Pegelhaus nach seiner künstlerischen Aufwertung ausgesehen.

Den Schaden am Gebäude beziffert das Wasserwirtschaftsamt auf etwa 1.500 Euro, eine Strafanzeige wurde bereits gestellt. Ob die Schmierereien zeitnah entfernt werden sollen, ließ die Behörde offen.

lks

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