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Anti-Chemnitz-Stimmung am Marienplatz.

Mehr Fahnen als Rechte

München ist das Anti-Chemnitz: Neun NPD-Leute von über hundert Gegendemonstranten umringt

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    Johannes Heininger
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Die NPD hat mehr Fahnen als Menschen zu ihrer Kundgebung am Münchner Marienplatz mitgebracht. Bei den Gegendemonstranten sieht es etwas anders aus. München ist das Anti-Chemnitz.

München - Wäre Chemnitz nicht, die Mini-Aktion der NPD am Münchner Marienplatz, wäre keine Nachricht wert gewesen. So aber zeigt sich am Münchner Marienplatz am Sonntagvormittag deutlich, wie unterschiedlich die Stimmung in zwei deutschen Städten sein kann.

Während in Chemnitz tausende Rechte durch die Stadt ziehen, schaffen es in München gerade einmal sieben Mann auf den Marienplatz. Umringt werden sie schon von deutlich mehr Polizei - und über hundert Gegendemonstranten.

NPD-Mann filmt Demonstranten

NPD-Mann filmt in die Menge.

Interessantes Detail: Ein NPD-Mann filmt die Gegendemonstranten. Nach Informationen unserer Redaktion ist der Filmer polizeibekannt und stand schon wegen Facebook-Hetze vor Gericht. Bei einer Kundgebung in Dresden schaffte es ein Pegida-Demonstrant und LKA-Mann zu deutschlandweiter Berühmtheit, weil er sich über das Filmen eines Kamerateams beschwerte und sogar die Polizei einschaltete. Was er wohl zu der Aktion des NPD-Manns sagen würde?

Katharina Schulze macht drastische Geste

Derweil hat sich auch Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze unter die Demonstranten gemischt - und zeigt den NPD-Leuten den Mittelfinger. 

Zeigt der NPD den Mittelfinger: Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze.

Die sieben Mann skandieren wiederum recht leise „Wir sind das Volk“. Hören tut das Volk kaum jemand, die rund 150 Gegendemonstranten sind da etwas lauter.

Nachtrag, 14.55 Uhr:

Inzwischen (Stand: 14.55 Uhr) zieht die Polizei auch eine erste Bilanz zu dem Ereignis. Die Polizei München war demnach mit rund 100 Beamten vor Ort. Bei der NPD zählte sie neun Personen. Bei den Gegendemonstranten spricht die Polizei sogar von rund 500 Personen. Teilweise soll die Stimmung schon sehr emotional gewesen sein aber insgesamt friedlich. 

Zwei Personen wurden angezeigt, weil sie den Hitlergruß gemacht haben sollen, drei Gegendemonstranten wurden wegen Beleidigung angezeigt.

Bei der Kundgebung von Beatrix von Storch auf dem Marienplatz in München fanden sich tausende von Demonstranten ein.

kmm/joh

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