Noch keine Vermisstenmeldung

Gruseliges Rätsel um Leichenfund im Eisbach: Identität weiterhin unklar - Polizei bittet um Mithilfe

In München wird eine männliche Leiche aus dem Eisbach geborgen. Die Polizei gibt weitere Details bekannt - steht jedoch vor einem Rätsel. Sie wendet sich an die Bürger.

  • Ein bislang unbekannter Mann konnte am Donnerstag (30. Juli) nur noch tot aus dem Eisbach in München geborgen werden.
  • Ein größerer Einsatz von Polizei und Feuerwehr am Englischen Garten war die Folge.
  • Die Polizei geht von einem Unfall aus - steht aber bei der Identität vor einem Rätsel. Die Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten.

Update, 3. August, 21.32 Uhr: Wer ist der Mann, der leblos im Rechen des Tivoli-Kraftwerks gefunden wurde? Und was ist mit ihm passiert? Dieses gruselige Rätsel ist bisher ungelöst – die Polizei bittet deshalb nun um Hinweise unter Telefon 089/29 100.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke hatte am Donnerstag bei seinem Rundgang den Mann entdeckt. Die Feuerwehr barg den Leichnam aus dem Wasser. Die Obduktion ergab nun, dass der Mann im Eisbach ertrunken ist – die Ermittler gehen derzeit von einem Unfall aus. Als der Stadtwerke-Mitarbeiter den etwa 50- bis 70-jährigen Mann fand, war dieser nur mit einer blauen Jeans bekleidet. Ob er kein Oberteil trug, als er in den Eisbach sprang oder fiel? Oder ob ihm der Sog des Wassers das T-Shirt wegriss? Unklar.

Welche Identität hat die Leiche aus dem Eisbach? Das sind die nächsten Schritte

Die Ermittler versuchen nun herauszufinden, was passiert ist. Zuständig ist das Kommissariat 14, das sich um Vermisste und unbekannte Tote kümmert. Ist der Mann beim Spaziergang ins Wasser gefallen? Wenn ja: Wo ist das passiert? Wann ist er gestorben? Und vor allem: Wer ist der Mann? Diese Fragen hoffen die Ermittler bald beantworten zu können.

Am Tivoli-Kraftwerk am Eisbach in München wurde eine männliche Leiche gefunden.

Bei unbekannten Toten überprüft die Polizei alle Register, in denen als vermisst gemeldete Menschen abgespeichert werden. Zudem werden in der Regel alle Datenbanken durchsucht. Hat der Tote zu Lebzeiten eine Straftat begangen, spuckt der Abgleich einen Treffer aus. Gibt es kein Ergebnis, wird die Suche auf Deutschland ausgeweitet, bei Bedarf Interpol eingeschaltet.

Nicht immer werden Tote identifiziert. Auf den städtischen Friedhöfen finden pro Jahr ein bis zwei Beisetzungen von Menschen statt, bei denen kein Name auf den Grabstein geschrieben werden kann, weil niemand sie vermisst.

Leichenfund im Eisbach: Polizei nennt Todesursache und Details - Identität ein Rätsel

Update, 3. August, 12.01 Uhr: Über Tage rätselten Ermittler und ganz München über die Todesursache bei dem Mann, den die Feuerwehr am Donnerstagnachmittag (30. Juli) aus dem Eisbach fischte. Die zumindest ist nun klar. Die Obduktion hat ergeben: Todesursache war Ertrinken. Die Polizei geht daher derzeit von einem Unfall aus. Weiter ein Rätsel bleibt die Identität des Mannes.

Mit dem Ziel, Hinweise von möglichen Zeugen zu bekommen, veröffentlicht die Polizei daher weitere Details zu dem Toten. Demnach war der Mann nur mit einer blauen Jeans bekleidet. In seiner Hosentasche hatte er einen Autoschlüssel von einem Honda. Der Schlüssel hängt an einem schwarzen Mäppchen. Außerdem fand die Polizei eine Armbanduhr der Marke „Tom Tailor“.

Die Gegenstände aus der Hosentasche des unbekannten Toten: Ein Autoschlüssel der Marke Honda sowie eine Armbanduhr von „Tom Tailor“.

An der Uhr hing auf einer Seite ein schwarzes Lederarmband mit einer silbernen Schnalle. Das Gegenstück des Lederarmbandes fehlte an der Armbanduhr.

Update, 1. August, 12.40: Noch immer ist die Identität des Toten aus Eisbach unklar. „Es liegen noch keine Obduktionsergebnisse vor“, erklärte ein Sprecher der Polizei München am Samstagmittag auf Nachfrage. Bis es Neuigkeiten gebe, könne es noch dauern. „Die Ergebnisse liegen vermutlich erst am Montag vor“, so der Sprecher weiter.

Nach Leichenfund im Eisbach: Toter noch immer nicht identifiziert - Sprecherin äußert Vermutung

Update 31. Juli, 19.23 Uhr: Der Mann, dessen Leiche Taucher der Feuerwehr am Donnerstag aus dem Eisbach geborgen haben (wir berichteten in einem Teil unserer Ausgabe), ist noch immer nicht identifiziert. Auch die Todesursache ist noch nicht geklärt. Die Obduktion sei noch nicht abgeschlossen, so die Polizei. Wie eine Polizeisprecherin erklärte, habe eine Ärztin bescheinigt, dass der Mann eines nicht natürlichen Todes gestorben sei, darunter fällt auch das Ertrinken.

Ein Mitarbeiter der Stadtwerke hatte den Toten am Donnerstag in einem Rechen des Tivolikraftwerks entdeckt und die Polizei alarmiert. Der Eisbach fließt durch den Englischen Garten.  

Update 31. Juli, 13.28 Uhr: Die Leiche des bislang nicht identifizierten Mannes soll im Laufe des Freitags obduziert werden. „Wir gehen davon aus, dass der Mann ertrunken ist“, zitiert die Deutsche Presseagentur (dpa) nun eine Sprecherin der Polizei. Wie der Mann ins Wasser geraten war, sei jedoch weiterhin unklar.

Taucher konnten den bislang unbekannten Mann nur noch tot bergen.

München: Leiche aus Eisbach am Englischen Garten geborgen - „nicht natürliche Todesart“

Update, 31. Juli, 11.34 Uhr: In ihrem heutigen Pressebericht hat die Polizei weitere Details zum Leichenfund im Eisbach genannt. Gegen 16 Uhr habe ein Mitarbeiter der Stadtwerke München am Donnerstag über den Notruf mitgeteilt, dass er soeben bei seinem Rundgang eine leblose Person im Rechen des Tivoli-Kraftwerks festgestellt habe.

Die Ärztin, die den Leichnam nach der Bergung durch die Feuerwehr untersucht hatte, bescheinigte eine „nicht natürliche Todesart“, wie die Polizei berichtet. Das Kriminalfachdezernat 1 hat die Ermittlungen aufgenommen. 

Update, 31. Juli, 8.17 Uhr: Wie die Pressestelle der Polizei München auf Anfrage mitteilt, sind zu der Leiche, die am Donnerstagnachmittag am Tivoli-Kraftwerk im Englischen Garten aus dem Eisbach gezogen wurde, noch keine weiteren Details bekannt. Lediglich das Geschlecht, männlich, könne derzeit mitgeteilt werden. Identität und Alter des Verstorbenen sowie die Umstände seines Todes seien weiter unklar.

Englischer Garten München: Leiche aus Eisbach geborgen - Details weiter unklar

Man warte nun auf weitere Informationen des Morddezernats zum ersten Stand der Ermittlungen, so ein Pressesprecher. Gegebenenfalls könne am am Nachmittag weitere Aussagen zu dem Vorfall treffen.

Der Unbekannte war am späten Donnerstagnachmittag von Tauchern aus dem Eisbach geborgen worden. Es konnte nur noch sein Tod festgestellt werden.

Erstmeldung, 30. Juli 2020, 17.44 Uhr: Leiche in München aus Eisbach geborgen

München - Gegen 16.25 Uhr haben Taucher der Feuerwehr am Donnerstagnachmittag (30. Juli) eine tote Person aus dem Eisbach geborgen. Auf Nachfrage von tz.de bestätigte die Polizei einen entsprechenden Einsatz auf Höhe des Tivoli-Kraftwerks. Mehrere Kräfte waren auch am frühen Abend noch vor Ort.

München: Tote Person aus Eisbach geborgen - Polizei bestätigt Einsatz

Das Tivoli-Kraftwerk ist ein denkmalgeschütztes Wasserkraftwerk am Eisbach. Es liegt im nördlichen Teil des Englischen Gartens in der Nähe der Gyßlingstraße.

Details zur Identität der leblosen Person sind bislang nicht bekannt, wie die Sprecherin erklärte. Es sei unwahrscheinlich, dass die Polizei am Donnerstagabend weitere Erkenntnisse bekannt geben werde.

Tödliches Eisbach-Unglück im Jahr 2017: Mädchen verschwindet nach Sprung ins Wasser

Im Jahr 2017 war eine 15-Jährige nach einem Bad im Eisbach spurlos verschwunden. Retter konnten die Teenagerin nur noch tot bergen - ebenfalls auf Höhe des Tivoli-Kraftwerks.

Rubriklistenbild: © Achim Schmidt

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