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Mit diesem Plakat sorgt das Volkstheater aktuell für Furore.

Abonnenten reagieren wütend

Steht da was? Große Empörung über neues Volkstheater-Plakat

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Aufschrei am Volkstheater: Mit einem aufreizenden Plakat hat der Kulturbetrieb für wütende Reaktionen gesorgt. Die Intendanz gibt sich gelassen.

München - Derzeit wirbt das Münchner Volkstheater für seine neu anlaufende Inszenierung „Das ferne Land“ von Nicolas Charaux. Noch vor der Premiere am 1. März ist das Stück nun in die Schlagzeilen geraten. Im Netz wird hitzig diskutiert. Doch warum?

Auf dem Plakat, mit dem das Volkstheater seine Inszenierung anpreist, sind zwei beinahe hüllenlose Männerkörper zu sehen. Die Unterhosen der Protagonisten sind gerade dabei, gefährlich weit nach unten zu rutschen. Einer der beiden Männer berührt sein Pendant mit einer Hand am Gesäß. Besonders pikant: Der Penis des einen Darstellers scheint sich in erigiertem Zustand zu befinden.

Wütende Abonnenten bestellen Leporello ab

„Das ist Pornographie“, wettern erboste Betrachter des Plakats. Nicht wenige wütende Theatergänger sollen den monatlich versendeten Leporello des Kulturbetriebs abbestellt haben, berichtet die Süddeutsche ZeitungDemnach seien im Postfach des Kulturbetriebs diverse wütende Zuschriften eingegangen, die die Aktion als moralisch verwerflich geißeln.

Auch in den sozialen Netzwerken sorgte die umstrittene Plakat-Aktion für Furore. Facebook hatte die freizügige Werbemaßnahme umgehend aus seinem Feed entfernt. Das Volkstheater reagierte kreativ: Die „kritischen“ Stellen im Intimbereich der zwei Männer wurden mit einem Bearbeitungsprogramm übermalt. Seither ist das entschärfte Plakat wieder auf der Facebook-Seite des Kulturbetriebs zu sehen.

Volkstheater reagiert gelassen

In den Reihen des Volkstheaters geht man mit der Aufregung recht gelassen um. „Wenn wir das Denken der Betrachter ins Wanken bringen, haben wir alles richtig gemacht“, lässt die Pressestelle verlauten.

Bei all der Aufregung kann schon einmal untergehen, um was es in der Inszenierung eigentlich geht. Protagonist Louis setzt sich in „Das ferne Land“ auch mit dem Thema Homosexualität auseinander. Für Furore hat das Stück nun bereits vor seiner Premiere gesorgt.

Mit einem umstrittenen Plakat hatte das Volkstheater bereits im November 2016 für Aufregung gesorgt. 

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebook-Seite „Altstadt-Lehel - mein Viertel“.

lks

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