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Ein Radl-Traum vor der Residenz: So stellen sich die Grünen den neuen Radweg vor. 

Residenzstraße zur Fahrradstraße?

Gleich sieben Anträge gestellt: Grüne wollen schöne neue Radl-Welt

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Um den Radverkehr in der Stadt zu verbessern, haben die Grünen sieben Anträge gestellt – unter anderem für eine neue Nord-Süd-Querung der Altstadt. Derweil soll der Stadtrat am Dienstag über die nächsten neuen Radwege entscheiden.

München - Mit einem siebenteiligen Antragspaket wollen die Grünen an einigen Problemstellen den Radverkehr neu regeln. Stadtrat Paul Bickelbacher sagte: „Bekenntnisse zur Förderung des Radverkehrs gibt es mittlerweile aus allen politischen Richtungen. Wer wirklich Alternativen zum Autofahren schaffen will, muss dem Radverkehr günstigere Bedingungen schaffen und kommt nicht darum herum, den Straßenraum umzuverteilen.“

So wünschen sich die Grünen eine neue Nord-Süd-Querung der Altstadt vom Odeonsplatz über die Residenzstraße, den Max-Josephs-Platz, den Hofgraben (in Nord-Süd-Richtung) und die Pfisterstraße zur Sparkassenstraße. Dazu würde die Residenzstraße zur Fahrradstraße umgestaltet. Der Max-Josephs-Platz soll als Platzfläche mit Fuß- und Radverkehr gestaltet und die Wendemöglichkeit für Autos östlich des Hofgrabens verlegt werden.

Weiterer Wunsch: Auf der Ludwigstraße soll ein mindestens 2,30 Meter breiter Radstreifen vom Siegestor zum Odeonsplatz angelegt werden – als Provisorium, bis die geplante Radschnellwegtrasse gebaut wird.

Zudem beantragen die Grünen eine Radroute vom Olympiapark über das Kreativfeld und weiter über die Heßstraße in die Maxvorstadt – möglichst mit einer Brücke über die Schwere-Reiter-Straße. Obendrein sollen in der Fraunhoferstraße zwei Meter breite Radstreifen abmarkiert und die Gehsteige auf circa 3,50 Meter verbreitert werden. Die Fahrrad-Abstellanlagen an den U-Bahn-Abgängen sollen auf Kosten von Stellplätzen erweitert werden.

Fahrradstraßenlogos und seitliche Markierungen

Auf der Rosenheimer Straße hätten die Grünen gern zwischen Rosenheimer Platz und Orleansstraße die schon einmal vom Stadtrat verworfenen Radstreifen. Überdies soll in der Lindwurmstraße ein Radstreifen auf Kosten von Fahrspuren und Stellplätzen geschaffen werden. Und zu guter Letzt wünschen sich die Grünen, dass in allen Fahrradstraßen große Fahrradstraßenlogos und seitliche Markierungen zur Abgrenzung von parkenden Autos angebracht werden.

Schon am kommenden Dienstag soll der Stadtrat mehrere neue Radwege beschließen, die auf Kosten von Parkplätzen und Fahrspuren eingerichtet werden könnten. So schlägt das Kreisverwaltungsreferat für den Radweg auf der Herzog-Heinrich-Straße zwischen Lindwurmstraße und Georg-Hirth-Platz Änderungen vor. Geplant sind Schutzstreifen auf der kompletten Ostseite zwischen Mozartstraße und Kaiser-Ludwig-Platz. Dafür müssten 72 Parkplätze wegfallen. Ferner ist ein Fahrrad-Schutzstreifen zwischen Kaiser-Ludwig-Platz und Georg-Hirth-Platz mit Anschluss an die bestehenden Radfahrstreifen vorgesehen. Der neue Streifen könnte jeweils durchgehend und beidseitig durch den Entfall der dortigen Parkplätze entstehen. Das gilt auch für den Abschnitt zwischen der Lindwurmstraße und der Mozartstraße. Auch hier sollen die Stellflächen auf beiden Seiten weg, zudem kann laut Verwaltung auch auf eine Fahrspur im Norden verzichtet werden.

Verkehrsversuch ist offenbar zufriedenstellend verlaufen

Bei der Unterführung Lindwurmstraße hatte die Verwaltung einen Verkehrsversuch gestartet. Der ist offenbar zufriedenstellend verlaufen, sodass das Provisorium nun in eine dauerhafte Einrichtung umgewandelt wird. Demnach bleibt von den aus der Implerstraße zuführenden zwei Rechtsabbiegespuren nur eine erhalten. Von den zwei Geradeausspuren aus der südlichen Lindwurmstraße bleibt die rechte auf einer Länge von 80 Metern Rechtsabbiegespur. Es gilt Tempo 30. Der Radverkehr auf der Lindwurmstraße wird ab südöstlich der Einmündung der Implerstraße und der Radverkehr aus der Implerstraße in Fahrtrichtung stadteinwärts auf den Radfahrstreifen geführt. Nach der Unterführung werden die Radfahrer wieder zurück auf den Bestandsradweg geleitet. Die Verkehrsführung gilt bis zum Umbau der Unterführung. Dann entstehen ohnehin eigenständige Radwege.

Für neue Radwege sollen auf der Schwanthalerstraße zwischen Martin-Greif-Straße und Paul-Heyse-Straße ebenfalls Parkplätze wegfallen, zudem aus Schräg- Längsstellflächen werden. Dadurch gehen etwa 30 Parkplätze verloren. Nordseitig entfällt eine Fahrspur zwischen Schwanthalerstraße 88 (Knoten Hermann-Lingg-Straße) und Martin-Greif-Straße sowie südseitig zwischen Schwanthalerstraße 87 und 69.

Die Verkehrssituation auf der Fraunhoferstraße ist nach wie vor ein Streitthema. Auf der Bürgerversammlung geht es dabei nicht nur um die Parkplatzsituation. 

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Und: Ärger über kaputte Obikes: Münchner Fahrradbeauftragter hat Nachricht, die genervte Bürger freuen wird 

Beim Streit um den geplanten Radweg am Thomas-Wimmer-Ring zeichnet sich ein Kompromiss ab. Der Projektentwickler Wöhr+Bauer hat jetzt eine Lösung vorgelegt.

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