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S-Bahn München: Wieder Wasser im S-Tunnel!

Baustelle am Stachus

Schon wieder Probleme bei der Münchner S-Bahn: Wasser legt Stammstrecke lahm

Bei der Münchner S-Bahn gab es am Donnerstagnachmittag plötzlich Probleme. Wasser war eingelaufen.

  • S-Bahn-Chaos am Donnerstag in München.
  • Eine knappe Stunde lang kam es zu massiven Störungen in der Innenstadt.
  • Wasser legte den Betrieb lahm

München - In den Tunnel der Münchner S-Bahn unter dem Stadtzentrum ist Donnerstagnachmittag Wasser eingelaufen. Für eine knappe Stunde fuhren deswegen am Nachmittag in der Innenstadt keine Züge – beziehungsweise sie endeten vorzeitig. Das Wasser ist von einer Baustelle oberhalb des Bahnhofs Karlsplatz (Stachus) eingedrungen. Der Grund: Derzeit sind Sanierungsarbeiten in der Tiefgarage im Gange, die sich über dem S-Bahnhof befindet, weiß Arnold Tautschnig, Projektleiter der Baustelle am ehemaligen Hotel Königshof. „Die Deckenfugen mussten mit einem Höchstdruckwasserstrahl-Verfahren bearbeitet werden“, sagt Tautschnig. Durch diesen enormen Druck habe sich Sprühnebel gebildet, der daraufhin durch die übereinanderliegenden Fugen gelaufen sei, so der Experte.

Die Baustelle am Königshof. 

Wassereinbruch: S-Bahntunnel stundenlang geflutet

Anfang August war schon einmal Wasser in den Tunnel – in der Nähe des Hauptbahnhofs – gelaufen, es gab damals keinen Bezug zum Königshof. Die Gleise waren auf einer Länge von 150 Metern geflutet. Das Wasser stand 50 Zentimeter hoch. Der Tunnel war für viele Stunden komplett gesperrt. S-Bahnen fielen aus, wurden umgeleitet oder endeten vorzeitig. Hunderttausende Pendler waren betroffen.

S-Bahn Stammstrecke in München am Limit

Die Stammstrecke verläuft weitgehend unterirdisch durch die Innenstadt. Täglich fahren dort rund 1000 Züge. Der Bahn zufolge gibt es nirgendwo in Europa mehr Verkehr auf zwei Gleisen. Rund 840 000 Menschen nutzen werktags die S-Bahn. Die zweite Stammstrecke soll 2028 in Betrieb gehen und durch einen neuen Tunnel verlaufen.

Ende September gab es für S-Bahn Pendler einen echten Härtetest.

mm/tz

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Kommentare

Sidonie Sardou
(0)(0)

'Bundesbahn' darf man ruhig synonym für
'Verspätung" gebrauchen, wobei der Grund
dafür mittlerweile schon nicht mehr von Interesse ist!

I-Wars
(1)(0)

"Das Wasser ist von einer Baustelle oberhalb des Bahnhofs Karlsplatz (Stachus) eingedrungen."

Na hoffentlich werden die Verantwortlichen eruiert und müssen zahlen. Hat sich der Bauleiter nicht gewundert, wohin das ganez Wasser, das beim Höchstdruckwasserstrahlen eingebracht wurde, verschwunden ist?

Mensch
(1)(0)

Man könnte über Deutschland lachen wenn es nicht so eine ernste Sache wäre. Stuttgart 21, Flughafen Berlin, Elbharmonie, nicht Flug taugliche Regierungsflieger, unfähig eine Maut zu planen und zu installieren ..., die Liste lässt sich sicher noch um einige Pannen fortführen.
Was ist aus dem stolzen "Made in Germany" geworden? Darf der Steuerzahler nur noch für Fusch und für Steuerverschwendung aufkommen?