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Badewanne und Bett sind in diesem Zimmer durch eine Glaswand getrennt.

19 Schlafzimmer auf zwei Etagen

Münchens kleinstes Luxushotel hat am Marienplatz eröffnet

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Am Marienplatz hat das kleinste Luxushotel Münchens eröffnet. Und das „Beyond“ glänzt nicht nur mit einer atemberaubenden Aussicht.

München - Zwei Etagen, 1060 Quadratmeter, 19 Schlafzimmer - das ist Münchens kleinstes Luxushotel: „Beyond“ heißt es, was wörtlich übersetzt jenseits von, darüber hinaus bedeutet. Der Name ist für die Hoteliersfamilie Geisel Programm: Durch raumhohe Fenster genießen die Gäste einen unübertroffenen Blick auf das Rathaus mit seinem berühmten Glockenspiel oder sitzen auf einer Dachterrasse direkt unterhalb des Alten Peters. „Gerade derzeit ist die Aussicht wegen des beleuchteten Christkindlmarktes sensationell“, sagt Nachbar Peter Schmalz, der einen Stock tiefer den Münchner Presseclub leitet.

Zentraler geht es in München nicht. „Von hier oben aus hat man einen Blick über die Stadt, den selbst viele Münchner nicht kennen“, sagt Vize-Bürgermeister Josef Schmid (CSU) bei der Eröffnung. München von einer ungewohnten Perspektive, „der Marienplatz liegt einem zu Füßen“. Beinahe wehmütig klingt Schmid bei diesem Satz angesichts seiner Landtagskandidatur im Herbst. Der Blick hat selbstredend seinen Preis: Das kleinste Zimmer mit 22 Quadratmetern kostet um die 350 Euro die Nacht, je nach Wochentag und Saison. Dafür können sich die Gäste nach Lust und Laune an einem gut gefüllten Kühlschrank bedienen.

Bei der Eröffnung: Carl, Michael und Stephan Geisel.

„Ein Ort zum Zurückziehen“

Während überall auf der Welt auch in der Hotellerie neue Rekorde in höher, größer, weiter angestrebt werden, haben sich die Geisels diesmal ganz bewusst für ein Kleinod entschieden. „Wir verstehen unsere Stadtresidenz als ein Refugium, einen Ort zum Zurückziehen“, sagt Carl Geisel. Sein Bruder Michael fügt hinzu: „Mit dem Beyond definieren wir Luxus neu. Hier fühlt sich der Gast privat. Das allein ist für viele Reisende schon oft der größte Luxus.“ Klein, aber fein lautete das Motto auch bei der Eröffnungsfeier. Im kleinstem Rahmen feierten die Geisel-Brüder die Eröffnung. Aber edel, wie es sich fürs Beyond gehört: Die beiden Sterneköche Martin Fauster (Königshof) und Tohuru Nakamura (Werneckhof) kreierten die Speisen.

So lacht das Netz über die lustigsten Hotelpannen aller Zeiten

Entworfen hat die Stadtresidenz das mehrfach ausgezeichnete „Studio Nieto Sobejano Arquitectos“, das auch für den Neubau des Königshofs verantwortlich sein wird. Herzstück des Beyond ist das acht Meter hohe Atrium mit natürlichem Lichteinfall durch ein großes, rundes Dachfenster – früher saßen hier die Besucher des Hugendubels, künftig entspannen die Hotelgäste dort auf Sofas und Sesseln zwischen raumhohen Regalen mit rund 450 Büchern in deutscher und englischer Sprache.

Am Marienplatz: Hugendubel ist „wieder dahoam“

Die Hoteliers-Familie geht von einem internationalen Publikum im Beyond aus. Aber auch schon ein Münchner Ehepaar hat hier genächtigt. Beyond-Gastgeberin Andelka Buzar: „Es verbrachte über den Dächern Münchens seine Hochzeitsnacht.“

Direkt am Marienplatz liegt das Hotel in den oberen Stockwerken.

Stephanie Ebner

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