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Eine Baustelle verdrängte einen Wertstoffcontainer am Thomas-Wimmer-Ring.

Wegen Baustelle

Münchner Bürger wissen nicht weiter: Wohin bloß mit unserem Müll?

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Thomas-Wimmer-Ring: Wegen Baustelle fehlt dringend benötigte Wertstoffinsel. Wie die tz weiß, fehlt es den Container-Aufstellern an Alternativen.

Die Baustelle am Thomas-Wimmer-Ring sorgt weiter für Ärger. Eine Wertstoffinsel musste weichen, ebenso wie eine andere an der Seitzstraße. Und Container-Aufsteller Remondis findet weit und breit keine Ersatzstandorte. 

Den ersten Zoff wegen der Baustelle hatte es vor ein paar Wochen gegeben. Ortsansässige Geschäftsleute hatten sich beklagt, dass die Touristenbusse nun nicht mehr nahe des Isartores halten (tz berichtete). „Und jetzt gibt es einen Müllnotstand in der Altstadt und im Lehel“, sagt der Vorsitzende des Bezirksausschusses, Wolfgang Neumer. Nach dem Wegfall der Wertstoffcontainer durch die Baustelle am Thomas-Wimmer-Ring hätten die Anwohner keine Möglichkeit mehr, fußläufig ihren Müll zu entsorgen. „Die Situation besteht jetzt seit Herbst, und es scheint, dass es keine Lösung gibt.“ 

„Am Thomas-Wimmer-Ring ist es besonders schlimm“

Die tz weiß: Remondis findet tatsächlich keine Ersatzstandorte. „Es ist leider richtig, dass es insgesamt in München immer schwieriger wird, geeignete Plätze für Depotcontainer zu finden“, sagt eine Sprecherin. „Am Thomas-Wimmer-Ring ist es besonders schlimm.“ Und es ist sogar noch schlimmer, denn auch die Wertstoffinsel an der Seitzstraße ist wegen einer Baumaßnahme weggefallen. „Aufgrund der Auflagen, die uns durch die Landeshauptstadt vorgegeben sind, ist es in diesem Bereich mehr als schwierig, einen neuen beziehungsweise einen Ausweich-Standort zu finden.“ 

Der Mindestabstand zu nächsten Bebauung muss zwölf Meter sein

Voraussetzungen für einen Standort ist zum einen, dass Remondis den Platz mit Sammelfahrzeugen anfahren kann. Und zum anderen, dass ein Mindestabstand von zwölf Metern zur nächsten Wohnbebauung gegeben ist. Am Thomas-Wimmer-Ring Fehlanzeige! 

Hier entsteht eine dreistöckige Tiefgarage mit 520 Autostellplätzen auf 17 500 Quadratmetern Fläche. Sie soll das Fina-Parkhaus an der Hildegardstraße ersetzen. Die Bauzeit beträgt rund drei Jahre – und die Zeit des Müllnotstands damit wohl auch.

Lesen Sie auch: Ärger mit Touristen-Bussen: Blockade am Altstadtring

Die besten und wichtigsten Geschichten aus diesem Teil Münchens posten wir auch auf der Facebookseite „Altstadt/Lehel – mein Viertel“.

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