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Inhaber Albin Eiselt (69)

Mitte März

Aus nach 110 Jahren: Münchens ältestes Geschäft macht zu

München - Eine echte Institution des Münchner Geschäftslebens schließt im März für immer seine Pforten. Geschäftsführer Albin Eiselt führt das Pelzgeschäft in der Theatinerstraße mit einem lachendem und einem weinenden Auge.

Wer auf der Suche nach exklusiver Kleidung ist, wird bei Eiselt Pelze in der Theatinerstraße 7 fündig. Nur 300 Meter vom Marienplatz findet sich hier mit dem Pelzfachgeschäft einer von Münchens letzten Familienbetrieben. Allerdings nur noch bis Mitte März, denn dann schließt die Institution rund um Nerz und Silberfuchs.

Geschäftsführer Albin Eiselt (69), der den kleinen Laden in dritter Generation führt, sieht dem Abschied mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen: „Es ist schon etwas traurig, immerhin sind wir Münchens ältestes Pelzfachgeschäft.“ Der Familienbetrieb in der Altstadt besteht seit 110 Jahren. Nicht nur edle Pelze in allen Formen gibt es hier. Kunden finden auch ein breites Angebot an Lederwaren wie Taschen, Gürtel oder Geldbeutel. Liebhaber können nicht nur neue Pelze kaufen, sondern auch ihre getragenen Lieblingsstücke zur Reinigung und Reparatur im hauseigenen Atelier dalassen.

Eiselt-Pelze in der Theatinerstraße

Nun ist es aber für Eiselt Zeit, entgültig seinen Hut zu nehmen. Der Mietvertrag läuft Ende März aus, im April ziehe mit dem Modeladen Mango schon der Nachfolger ein. „Als gäbe es von denen nicht eh schon genug“, scherzt Eiselt. Die Bekleidungskette aus Spanien ist bereits nebenan angesiedelt und möchte nun die Verkaufsfläche vergrößern. Eine Vertragsverlängerung für das Pelzfachgeschäft sei nicht infrage gekommen. Mit 69 Jahren sei es langsam Zeit für den Geschäftsführer, zu gehen. Da kam der auslaufende Mietvertrag gelegen. Zudem ist die vierte Generation der Familie Eiselt anderweitig tätig und komme somit nicht als Nachfolger infrage.

Seine vier langjährigen Mitarbeiter hat Eiselt im Zuge der Geschäftsaufgabe nicht vergessen. „Die sind alle schon versorgt“, sagt uns der Inhaber. Nun geht das Geschäftsleben in der Theatinerstraße also ohne Albin Eiselts Pelze weiter. Am meisten trifft das wohl die treuen Kunden, wie uns Eiselt erzählt. Dass sich seit 1906 einiges an Stammkundschaft angesammelt hat, erklärt sich von selbst. Für diese heißt es jetzt wohl: Letzte Chance im Schlussverkauf nutzen, noch mit allen Wunschstücken eindecken und dann Abschied nehmen. Immerhin steht zur Geschäftsaufgabe nicht unmittelbar der bitterkalte Winter vor der Tür.

Sie ziehen um

Bye-bye, Krusch-Paradies! Lange Zeit hingen die großen „Wir schließen!“ Plakate an den Fassaden des Ein-Euro-Shops. Nun ist der Laden für alles entgültig aus der Neuhauserstraße 43 verschwunden. Entwarnung für alle Liebhaber des Krims-Krams-Paradieses: Allerlei ist lediglich umgezogen. Gut 100 Meter weiter in Passagen unterm Karlstor hat der Shop bereits neu eröffnet und läd zum Stöbern ein.

Sie machen dicht

Wer in München zur Zeit Schuhe sucht, hat zukünfitg zwei Anlaufstellen weniger. In der Kaufingerstraße 15 wird Ende nächsten Monat das Schuhgeschäft Salamander endgültig aus der Fußgängerzone verschwinden. Bis dahin wirbt das Geschäft noch kräftig mit Rekordrabatten. Bei Schuh Klein in der Weinstraße 9 war es hingegen schon soweit. Am vergangenen Samstag öffnete der Betrieb, der zum ­Unternehmen Leiser gehört, zum letzten Mal seine Pforten.

Sabrina Höbel

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