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Vor der Staatsoper in München treffen sich Menschen am Donnerstag, um ein Zeichen gegen Fremdenhass zu setzen.

“Wir lassen uns keine Angst machen“

Bellevue di Monaco: Kundgebung findet trotz Berlin-Anschlag statt

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München - Gegen Fremdenhass und Angst: Am Donnerstag ist eine Großveranstaltung am Max-Joseph-Platz geplant. Nach dem Anschlag in Berlin sagen die Veranstalter von „Bellevue di Monaco“, dass sich niemand ängstlich daheim zurückziehen sollte.

In Berlin schlenderten Menschen über den beschaulichen Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche, als ein Lkw in die Menge raste. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann spricht von einem Anschlagrisiko in ganz Deutschland, in ganz Europa. Das macht Angst, Großveranstaltungen zu besuchen und Teil von Menschenansammlungen zu sein. Die Polizei verstärkt das Personal auf Münchner Weihnachtsmärkten.

Das Projekt „Bellevue di Monaco“ ruft mit dem XXL-Konzert auf dem Max-Joseph-Platz, das am Donnerstag von 18 bis 21 Uhr stattfindet, genau zum Gegenteil auf: Sich keine Angst machen zu lassen, keine Angst zu haben, das Haus zu verlassen. 

Motto von Paris nach München holen

Bei dieser Einstellung bleiben die Veranstalter auch am Morgen nach dem Anschlag in Berlin. „Paris hat nach Nizza ,not afraid´ zu seinem Motto gemacht, das sollten auch wir machen“, sagt Matthias Weinzierl vom Bayerischen Flüchtlingsrat und einer der Träger des Projekts „Bellevue di Monaco“. „Wir sollten nicht unser Leben ändern. Wenn man sich jetzt ängstlich daheim zurückzieht, dann hat man schon verloren.“

2014 kamen zu der Veranstaltung über 20.000 Münchner, die ein Zeichen gegen Fremdenhass setzten. Bei der Neuauflage am Donnerstag rechnet Weinzierl mit weit weniger Menschen - aber nicht aufgrund der jüngsten Ereignisse. „Wir haben 1500 Teilnehmer angemeldet, rechnen aufgrund der Rückmeldungen aber eher mit 2000, 3000 Leuten.“ Weinzierl freue sich aber natürlich, wenn es mehr werden. 

Trotz Anschlag in Berlin: Keine Gefährdung der Sicherheit

Unabhängig von der Besucherzahl gehen die Veranstalter nicht von einer erhöhten Gefährdung der Sicherheit aus. „Wir sind eine angstfreie, sichere Gesellschaft“, soll das Konzert zeigen. Natürlich könne immer etwas passieren, wenn sich Menschen im öffentlichen Raum ansammeln, sagt Weinzierl, allein schon im Straßenverkehr. „Man muss einen gewissen Fatalismus entwickeln, sonst wird man wahnsinnig“, rät er.

Das Konzert auf dem Max-Joseph-Platz soll eine lustige Veranstaltung werden. „Wir wollen ein lebensfrohes Zeichen setzen.“ Dennoch wollen die Veranstalter dem Anschlag in Berlin Rechnung tragen. „Es sind viele Menschen gestorben. Das macht betroffen“, sagt Weinzierl. Wie das am Donnerstag aussehen wird, steht noch nicht fest, möglicherweise wird es eine Schweigeminute geben. 

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